Babak Shokri hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Seinen Amadeus Imbiss möchte er so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen. Nachdem das Lokal in der Karlstraße 2 in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli abgebrannt war, sah der Inhaber zunächst keine Zukunftsperspektive. Eine Versicherung hatte er nicht abgeschlossen. Vor wenigen Tagen begann er aber mit den Aufräum- und Reparaturarbeiten am Objekt. Eine Neueröffnung ist geplant. Dabei unterstützen ihn viele freiwillige Helfer.

"Wir stehen nach wie vor unter Schock", erzählt Marion Wehofsky. Doch weil der Imbiss die einzige Existenzgrundlage für ihren Lebensgefährten ist, soll dieser so schnell wie möglich wieder eröffnet werden. Babak Shokri stammt aus dem Iran, lebt seit 1988 in Deutschland und ist seit 1998 in Cottbus zu Hause. Der selbstständige Gastronom eröffnete 2004 seinen Imbiss, der letzte Woche einem Brand zum Opfer fiel. Die Brandursache ist nach wie vor unklar. Die Polizei ermittelt.

Für die geplante Neueröffnung arbeiten der Inhaber und Helfer täglich zwölf Stunden und mehr. Auf sich allein gestellt ist das Team vom Amadeus dabei nicht. Freunde, Stammkunden und Nachbarn haben ihre Unterstützung angeboten. Ein Elektriker hatte ihnen den Baustrom gestellt, "ohne gleich die Hand aufzuhalten", berichtet die Lebensgefährtin des Inhabers. Weitere Hilfe kam von einer Nachbarin, die Stühle vom Ruß befreite. Schüler des Niedersorbischen Gymnasiums und Studenten zeigen sich ebenfalls hilfsbereit. Der Kost-Nix-Laden in der Nähe des Lokals hat neue Teller und Tassen vorbeigebracht. "Wir sind für jede Unterstützung dankbar. Selbst wenn ein Freiwilliger nur eine Stunde arbeitet, hilft das meinem Mann bereits weiter", so Marion Wehofsky. Inzwischen haben Sachspenden und Baumaterialien das Amadeus-Team erreicht. Andere Freunde bringen Kuchen und belegte Brote vorbei, damit die Helfer verpflegt sind.

Marion Wehofsky ist überrascht über die enorme Hilfsbereitschaft. Um die Angebote zu koordinieren, hat sie die Facebook-Seite "Wir wollen helfen - Imbiss in Not" ( www.facebook.com/AmadeusHilfe/ ) erstellt, auf der sie über den aktuellen Stand berichtet und darüber informiert, was alles benötigt wird. Die Liste reicht von Rigipsplatten über Kabeltrommeln bis hin zu Bauhandschuhen und Schutzbrillen. Ihr und ihrem Mann sei es "peinlich", um Hilfe zu bitten, wie sie auf der Facebook-Seite schreibt. Aber ihr sei auch bewusst, dass sie es nicht alleine schaffen.

Ein Großteil des Inventars sei unbrauchbar und durch das Feuer Sondermüll, der teuer entsorgt werden muss. Für Neuanschaffungen geht den Cottbusern langsam das Geld aus. Zwei Stammgäste haben sich daher bereit erklärt Spendenkonten einzurichten, damit der Imbiss auch finanziell unterstützt werden kann.

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IBAN: DE27 1805 0000 0190 0584 47
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