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| 01:35 Uhr

Aufgaben der nächsten Jahre

Beim Rückblick auf das Jahr 2007 fallen den Cottbusern zuerst persönliche Erlebnisse ein. Der Urlaub an der Ostsee, der Tod der Schwester, die baldige Geburt von Zwillingen. Freudige Ereignisse oder Schicksalsschläge, sie lassen sich kaum planen.


Allerdings sollten Politik und Wirtschaft dieser Stadt genauer hinhören, wenn die Bürger über soziale Ungerechtigkeit klagen. Diese Ungerechtigkeit lässt sich von Menschen beeinflussen, nämlich in wichtigem Maße von denjenigen, die Politik gestalten und die Wirtschaft lenken.
Denn wenn sich Politiker auf der einen Seite darüber freuen, dass der Aufschwung in Gang kommt, und sich die Mehrheit der Bürger beklagt, weil von diesem Aufschwung nichts bei ihnen ankommt, dann besteht die Gefahr, dass sich diese Menschen von der politischen Mitte, dem gemäßigten Lager, abwenden. In Cottbus, einem sozialen Brennpunkt, der nach wie vor Einwohner an den Westen Deutschlands verliert, ist diese Gefahr umso stärker.
Es genügt nicht, dass ehemalige Cottbuser nur zum Weihnachtsfest zu Besuch kommen. Politik und Wirtschaft müssen für Bedingungen sorgen, die es diesen Menschen ermöglichen, auf Dauer zurückzukehren. Das wird eine wichtige und schwierige Aufgabe nicht nur für das nächste Jahr sein, sondern für die kommenden Jahrzehnte.