„In der Mittagsstunde des 30. November werden vier historische Postkutschen durch die Altstadt rollen“ , erzählt Projektleiterin Roswitha Kleitz. Der Cottbuser Postkutscher, dessen Kutsche der Cottbuser Fuhrunternehmer Bernd Poredda lenkt, wird von Berufskollegen aus drei Bundesländern unterstützt.
Helmut Deutschkämer soll in einer echten Gadebuscher Postuniform aus Gadebusch anreisen. Familie Busch aus Büdingen ist mit einer kaiserlichen Uniform dabei, wie sie in Hessen getragen wurde, und Tilo Prokosch aus Markleeberg trägt eine sächsische Uniform. Sie folgen vier Postwegen, die nach einer alten Landkarte bereits um 1841 durch Cottbus führten. Aus den Richtungen Vetschau, Peitz, Forst und Spremberg kommend, werden sie auf der Berliner Straße, der Sandower Hauptstraße und der Straße der Jugend unterwegs sein, heißt es im Rathaus. Gegen 12.45 Uhr ist ein Treffen aller Kutschen an der alten Stadtmauer in Höhe Lindenpforte geplant. Für Kutschen-Fans biete sich dabei Gelegenheit, besondere Raritäten zu bewundern, so einen originalen „Omnibus“ aus der Zeit um 1890 oder den originalgetreuen Nachbau einer englischen Mail Coach von 1806.
Auch Passagiere haben die historischen Gefährte an Bord. Es sind Cottbuser, die sich um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben. Unter ihnen die Heimatforscherin Dora Liersch, der Landschaftsarchitekt Helmut Rippl, der Historiker Siegfried Kohlschmidt, Ex-Museums-Chef Siegfried Neumann und Peter Schuster, Landesdenkmalpfleger im Ruhestand.
„Mit einer fünften Postkutsche“ , berichtet Roswitha Kleitz, „wird das erste Fass Festbier aus Kirchers Brauerei in Cottbus eintreffen.“ Gelenkt wird der Vierspänner vom Drebkauer Torsten Koalick in preußischer Post uniform. Das „Cottbus Jubiläumspils“ könne an diesem Tag erstmals probiert werden, so Kleitz.

Service Ausstellung im Rathaus
 Eröffnet wird die Ausstellung „Der Cottbuser Postkutscher“ am Mittwoch, 30. November, 12.30 Uhr, im Rathaus am Neumarkt.
Gegen 12.45 Uhr endet die Sternfahrt von historischen Postkutschen an der alten Stadtmauer in Höhe der Lindenpforte.