| 02:33 Uhr

Auch bei verspätetem Schneefall viel Spaß auf Sielows Rodelberg

Kristina Huras wurde als Zweite des Damenwettbewerbs um winzige fünf Zentimeter von Doreen Kobelt geschlagen.
Kristina Huras wurde als Zweite des Damenwettbewerbs um winzige fünf Zentimeter von Doreen Kobelt geschlagen. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
Cottbus. Am Ende hatte das Weihnachtsbaumfest von Sielow nur einen kleinen Makel. "Sehr schade, dass es erst zu schneien begonnen hat, als wir schon beim Abbauen waren", sagte Bernd Höft vom Vorstand des Sielower Bürgervereins. Georg Zielonkowski/ski1

Zuvor hatten die Kinder den kleinen Rodelberg mit der zunächst hauchdünnen Schneedecke schwarz gerodelt. Dabei hatten sie aber trotzdem jede Menge Spaß.

Die Sielower Karnevalsfreunde organisieren das Fest am ersten Januarwochenende am Fuße des Sielower Rodelbergs schon seit Jahren. Auch in diesem Jahr konnten sie sich über einen regen Besucherzuspruch freuen. Natürlich waren Glühwein- und Bratwurststand besonders gut besucht. Das windige Wetter bei minus fünf Grad verlangte geradezu nach Wärmendem.

Auch um die Gäste ein wenig auf Temperatur zu bringen, stand erneut ein Weihnachtsbaum-Weitwurf-Wettbewerb auf dem Programm. Insgesamt 19 Starter hatten sich in der Herren-, Damen- und Kinderwertung bei Standbetreuer Joachim Schallmea gemeldet. "In allen drei Kategorien herrschte von den Weiten her ziemliche Ausgeglichenheit", so der Kampfrichter. "Als dann aber der letzte Starter der Männer Andreas Knick antrat, haben wir den Wurf des Tages gesehen. Alle anderen Männer hatten Weiten um die sechseinhalb Meter erreicht, aber Andreas hat den Baum sagenhafte 8,95 Meter weit geworfen. Dabei hat einfach alles gestimmt, die Flugbahn der Tanne war absolut ideal."

Doreen Kobelt entschied den Wettkampf der Frauen mit 4,05 Metern für sich, und Friedrich Löhser (5,50 Meter) gewann als Sieger des Kinderwettbewerbs eine Flasche Kindersekt.

Für die Sielower Karnevalsfreunde war der Nachmittag am Rodelberg eine willkommene Abwechslung. Stecken die doch derzeit schon mittendrin in den Vorbereitungen ihres Festwagens für den "Zug der fröhlichen Leute". Der Chef der Sielower Karnevalisten, Tony Lücke, musste zwar krankheitsbedingt passen. Doch hatte er sich schon vor Wochen gemeinsam mit seinem Gefolge für das diesjährige Motto entschieden: "Wir freuen uns darüber, dass wir nun schon zum zehnten Mal im Zug dabei sind und wieder mit Gleichgesinnten feiern können", sagte er. "Deshalb wird sich unser Thema direkt mit dem Jubiläum befassen."

Der Verkauf des von den Karnevalsfrauen gebackenen Kuchens sowie die Ausgabe von Bratwurst und Glühwein haben die Finanzlage der Interessengruppe Karneval erheblich aufgebessert. Wie in jedem Jahr hieß es im Cottbuser Stadtteil: "Nach dem Weihnachtsfest ist vor dem Karneval!" So war es am Ende auch den aus Alt-Schmellwitz herbeispazierten Freundinnen Daniela Schott und Katrin Schicktanz völlig egal, ob das Fest am Rodelberg nun "Weihnachtsbaumverbrennen" heißt oder ob es nur um das "Verbringen" der oft schon nadelnden Exemplare geht. Sie freuten sich über "die richtig tolle Stimmung".