“Wenn wir die Bahnhofstraße jetzt nicht umgestalten, bekommen wir nie eine zweite Chance„, sagt er. Zugleich warnt er vor weiteren Einsparungen - und nennt als Beispiel den Cottbuser Ostsee. “Der ist unsere Zukunft„, sagt Kaps. “Nun beginnt aber die Diskussion darüber, ob wegen des klammen Haushalts ein Jachthafen nötig ist - und am Ende bleibt vielleicht nichts übrig.„ Das sei ein fatales Signal. Schließlich habe Cottbus nur einen hervorragenden Ruf als Stadt der Kultur, weil über viele Jahre in diesen Bereich investiert wurde.

Die AUB ist die einzige Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, die sich dem neuen 500 000-Euro-Sparpaket bei freiwilligen Leistungen verweigert. Dazu erklärt AUB-Mitglied Heiko Selka: “Wir haben dem Wähler unser Wort gegeben, nichts bei diesen Leistungen zu kürzen - und das wollen wir auch halten.„ Das Sparpaket betrifft Häuser wie das Konservatorium, den Tierpark, die Theaternative C und das Glad-House.

Ähnliche Kritik wie die AUB-Politiker äußert der Vorsitzende der Jungen Union in Cottbus, Raphael Noack. “Die Stadt weiß nicht, wo sie steht und wo sie hin will.„ Ihr fehlt laut Noack eine Zukunftsstrategie. Die Einnahmen, warnt er, würden durch einen Anstieg der Gewerbesteuer kaum steigen. “Cottbus braucht eine durchdachte Ansiedlungs- und Bestandspolitik„, sagt Raphael Noack. Eines wundert den Vorsitzenden der Jungen Union außerdem: “Ausgerechnet seinem eigenen Haus, dem piccolo-Theater, welchem in Zeiten knapper Kassen sogar noch ein neuer Theaterbau spendiert wird, bürdete der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Reinhard Drogla (SPD), keine Sparzwänge auf.„