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Geschichte
Archäologen werden fündig in Mühlenstraße

Bau auf historischem Grund: Wo einst das Wichernhaus stand, wachsen nun drei Wohnhäuser.
Bau auf historischem Grund: Wo einst das Wichernhaus stand, wachsen nun drei Wohnhäuser. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Historischer Grund offenbart rund 300 Befunde.

Archäologen haben am Standort des alten Wichernhauses in der Cottbuser Altstadt rund 300 Befunde erfasst und dokumentiert, die in die Zeit von der Römischen Kaiserzeit über das Slawische Mittelalter bis zur Frühen und Mittleren Neuzeit reichen. Darüber informiert Stadtsprecher Jan Gloßmann auf Nachfrage. An dem Standort errichtet die Schnapke-Gruppe drei neue Wohnhäuser für rund zehn Millionen Euro. Doch bevor die Bauleute richtig loslegen konnten, untersuchte die Cottbuser Firma Archäologische Baubegleitende Untersuchungen (ABBU) den historischen Grund an der Mühlenstraße.

Die Stelle liegt im südlichen Bereich des historischen Stadtkerns von der Stadt Cottbus. Den Archäologen zufolge handelt es sich bei der Mehrzahl der frühgeschichtlichen Funde um Abfall-, Siedlungs- und Pfostengruben. Aus dem Mittelalter stamme in den angeschnitten Parzellen unter anderem ein Erdkeller. ABBU zufolge handelt es sich bei den neuzeitlichen Funden in erster Linie um gemauerte Keller.