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| 17:50 Uhr

Bilanz
Arbeitsgericht in Cottbus setzt auf Tempo

Cottbus. Die sieben Richter des Arbeitsgerichtes legen an den Standorten Cottbus und Senftenberg ein ordentliches Tempo vor.

 Gerichtssprecher Klaus Mittelstädt sagt zufrieden: „Wenn bei uns ein Verfahren nach sechs Monaten nicht abgeschlossen ist, werden wir Richter schon langsam nervös.“ 26 Prozent aller Fälle werden sogar schon im ersten Monat nach ihrem Eingang erledigt. Nach sechs Monaten können 86 Prozent aller Fälle ad acta gelegt werden, stolze 98 Prozent sind nach einem Jahr beendet. Das läge aber nicht an ungewöhnlichen Fähigkeiten der Richter – „bei uns gibt es nur deutlich mehr Vergleiche als an anderen Gerichten“, so Klaus Mittelstädt. Sorgen bereitet die ungünstige Altersstruktur der Richterschaft: Das Durchschnittsalter liegt bei 54,7 Jahren. Insgesamt laufen jährlich rund 2000 Verfahren am Arbeitsgericht ein. 54 Prozent von ihnen betreffen Kündigungen und befristete Verträge, in 40 Prozent der Fälle wird um das Arbeitsendgeld gestritten. Nach Schätzungen der Richter wird die Zahl der Verfahren in den nächsten Jahren erst dann deutlich steigen, wenn der Flughafen BER in Betrieb geht: Auch für diesen Standort wird Cottbus zuständig sein.

(hil)