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| 02:33 Uhr

Anzeige wegen Giftköder von Polizei abgelehnt

Leserbrief. RUNDSCHAU-Leser Rolf Tautkus äußert sich zu den tödlichen Hunde-Ködern im Cottbuser Stadtgebiet (RUNDSCHAU vom 25. August): Leider sind die Vorfälle in Sachsendorf nicht die ersten dieser Art in Cottbus, die sich in jüngster Vergangenheit zugetragen haben.

Bereits zwischen März und Juli gab es eine Serie ausgelegter Giftköder an der Spree zwischen Döbbrick und Skadow.

Mindestens ein Hund ist an einen solchen Köder qualvoll gestorben. Als wir Anfang Juli dort unterwegs waren, konnten wir gerade noch verhindern, dass unser eigener Hund einen solchen Köder verschluckte. Sowohl vom Tierarzt als auch vom Veterinäramt bekamen wir den Rat, den verdächtigen Köder einzutüten und der Polizei zu übergeben, sowie Anzeige nach dem Tierschutzgesetz zu erstatten. Ich bin also tags darauf zur Polizei. Dort wurde die Annahme des verdächtigen Köders mit dem Hinweis auf die entstehenden Kosten verweigert. Eine Straftat läge ja offenbar auch nicht vor, denn es wäre weder Mensch noch Tier zu Schaden gekommen. Deshalb könne auch keine Anzeige aufgenommen werden. Immerhin wurde ein Bericht über meine Beobachtungen gefertigt.

Der Stadtsprecher Jan Gloßmann fordert die Bevölkerung auf: "Wer solch einen verdächtigen Köder findet, sollte ihn in einer Tüte sichern und umgehend die Polizei oder das Veterinäramt informieren." Der Erfolg dieser Vorgehensweise hängt ganz entscheidend von den handelnden Personen ab und ist in meinem Fall leider im Sande verlaufen.