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| 09:40 Uhr

Brennpunkt
Anwohner vom TKC Cottbus klagen über Lärm und Nazi-Parolen

(Archivfoto) Anwohner in der Nähe des TKC-Einkaufscenters in Cottbus beklagen, dass vom Gewerbegebiet hinter dem Center regelmäßig Krach und Nazi-Parolen zu hören sind.
(Archivfoto) Anwohner in der Nähe des TKC-Einkaufscenters in Cottbus beklagen, dass vom Gewerbegebiet hinter dem Center regelmäßig Krach und Nazi-Parolen zu hören sind. FOTO: Ufer
Cottbus. Erich Wunderlich und seine Nachbarn gehören zu denjenigen Menschen, die nur ungern an das nächste Wochenende denken: Sie leiden regelmäßig Freitag- oder Samstagnacht unter Lärm, Böllerschüssen und lauten Nazi-Pöbeleien.

„Seit Jahren müssen wir immer wieder diese Sieg-Heil-Rufe anhören“, schimpft Erich Wunderlich.

Der Krach, so sagt er, dringt aus einem Gebäude auf dem Gewerbegelände hinter dem Einkaufscenter TKC am Gerhard-Hauptmann-Ring. „Oft ist es so laut, dass bei uns in der Schmellwitzer Straße die Fensterscheiben klirren“, sagt eine Nachbarin.

Obwohl die anhaltenden Belästigungen seit Jahren bei der Stadt und der Polizei bekannt sind, ist bisher nichts geschehen, um sie zu unterbinden. Inzwischen haben die Mieter eine Unterschriftensammlung gestartet, um auf ihr Problem aufmerksam zu machen. „Denn anders finden wir kein Gehör“, so Wunderlich. Bei der Polizei habe man ihm nur geraten, die Vorfälle immer wieder zu melden. „Aber wenn ich dann anrufe, passiert auch nichts.“

Auch an den Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung habe er sich bereits mehrfach gemeldet. Ein Brief von August sei bis heute nicht bearbeitet. Die Anwohner der Schmellwitzer Straße wollen endlich wieder ruhig schlafen können – doch derzeit scheint es keine Lösung für ihr Problem zu geben.

Polizeisprecher Torsten Wendt: „Wenn bei uns gemeldet wird, dass etwa ein Böller gezündet wurde, dann können wir zwar rausfahren. Aber den Verursacher haben wir damit noch längst nicht identifiziert.“

(hil)