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| 20:46 Uhr

Lausitz
B 169-Anwohner: Interesse an neuen Fenstern sehr gering

Klein Oßnig. Weniger Lärm auf der Straße rangiert vor Passivschutz. Von Christian Taubert

Die von Verkehrslärm geplagten Anwohner der Bundesstraße 169 haben bisher wenig Interesse an passivem Lärmschutz gezeigt. Lediglich drei von 38 berechtigten Hausbesitzern aus Klein Oßnig (Spree-Neiße) und Allmosen (Oberspreewald-Lausitz) waren am Dienstagabend zur Präsentation von Lärmschutzfenstern und Schalldämmlüftern in die Gaststätte „Schön Oßnig“ gekommen und haben sich über das zu 100 Prozent von Land und Bund finanzierte Angebot informiert.

„Ich wollte mir anhören, was auf uns bei einem Umbau zukommen könnte“, sagt der Klein Oßniger Dietmar Horke im Anschluss. „Besser wäre es allerdings, den Lärm an der Quelle, auf der Straße zu reduzieren.“ Anwohner der Orte an dieser Bundesstraße, die täglich von rund 1400 Lkw passiert wird, sind in der Interessengemeinschaft B 169 organisiert. Sie treten für das Umleiten der Schwerlaster vor allem im Transitverkehr auf die Autobahnen 13 und 15 ein.

Für den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus Jens Krause war die Präsentation von passiven Lärmschutzmaßnahmen trotz der geringen Beteiligung ein Erfolg. Die Referenten hätten einen komplexen Überblick gegeben, wie Schutz vor Lärm in Häusern realisiert werden könne. Die von der IHK ausgewählten Firmen würden im Umfeld des Flughafens Schönefeld sowie für die Deutsche Bahn und an Airports bundesweit arbeiten.