Zwei Preise in Höhe von 12 500 Euro hatte das Sorbische Institut beim Wettbewerb „Sorbische/wendische Zukunft: Lausitz“ erringen können. Dafür überreichte der Wissenschafts- und Kulturstaatsekretär Tobias  Dünow in dieser Woche die Urkunden. Als neuer Landesbeauftragter für Angelegenheiten der Sorben/Wenden machte er im Rahmen seines ersten offiziellen Besuches in der Lausitz Stopp bei verschiedenen sorbisch/wendischen Verbänden und Institutionen.

Das 1992 von Brandenburg und Sachsen gegründete Sorbische Institut erforscht die Sprache, Kultur und Geschichte der Sorben/Wenden in der Ober- und Niederlausitz. Der Hauptsitz des Instituts ist in Bautzen, eine Arbeitsstelle befindet sich in Cottbus.

Auch über die Stiftung für das sorbische Volk informierte sich Tobias Dünow. Sie fördert als gemeinsames Instrument der Länder Brandenburg und Sachsen mit Unterstützung des Bundes die Bewahrung, Entwicklung, Förderung und Verbreitung der sorbischen Sprache, Kultur und Traditionen. Aus ihren Mitteln werden Institutionen wie das Sorbische National-Ensemble, der Domowina-Verlag, das Sorbische Institut, das Witaj-Sprachzentrum und die Schule für niedersorbische Sprache und Kultur finanziert.

Darüber hinaus traf sich der neue Landesbeauftragte mit Vertreterinnen und Vertretern der Domowina, dem Bund Lausitzer Sorben, und überreichte im Rahmen des Neujahrsempfangs der Gemeinde Kolkwitz die Tafel „Deutsch-sorbische/wendische Gemeinde“. Mit der Tafel wird die Zugehörigkeit von Kolkwitz zum angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden bezeugt und das dortige Engagement zur Pflege sorbischer/wendischer Sprache und Kultur gewürdigt.