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| 17:43 Uhr

Verkehrspolitik
Ansturm auf Parkausweise rund ums CTK in Cottbus

Cottbus. Die Straßenverkehrsbehörde hat bereits mehr als 200 Ausweise für die Spremberger Vorstadt ausgegeben. Der erste Parkautomat wird am Dienstag in der Leipziger Straße aufgestellt. Von Peggy Kompalla

Die Anwohner der Spremberger Vorstadt setzen all ihre Hoffnung in das neue Parkraumkonzept für die Spremberger Vorstadt. Das beweist der Ansturm auf die Büros der Straßenverkehrsbehörde. Weil es dort trotz zusätzlichen Mitarbeitern mittlerweile zu langen Wartezeiten kommt, macht Leiter Manuel Helbig ein Angebot: Die Anwohner können sich damit einen Behördengang sparen.

„Die Bewohnerparkausweise für die Zone Z 6 können bei uns formlos per E-Mail oder per Post gestellt werden“, erklärt Manuel Helbig. Dem Anschreiben müssen demnach die Kopien von Fahrzeugschein und Personalausweis / Reisepass beigelegt werden. „Wird der Antrag im Namen Dritter gestellt, ist zusätzlich eine unterschriebene Vollmacht der Person notwendig“, erklärt er. Die Betroffenen erhalten dann einen Brief aus der Kfz-Zulassungsstelle mit dem Parkausweis und dem Gebührenbescheid (siehe Info-Box).

In der Spremberger Vorstadt wird zum Jahreswechsel eine neue Parkraumordnung umgesetzt. Damit soll der jahrelange Kampf der Anwohner zwischen Hauptbahnhof und Carl-Thiem-Klinikum (CTK) um einen Parkplatz endlich entkrampft werden. Denn spätestens mit dem neuen Parkhaus direkt neben dem CTK-Haupteingang an der Leipziger Straße sind genügend Parkplätze vorhanden. Darüber hinaus steht noch der große Parkplatz an der Welzower Straße zur Verfügung. Bisher haben viele CTK-Besucher, aber auch Berufspendler ihre Autos entlang der dichten Wohnbebauung abgestellt, weil sie dort bislang nichts bezahlen müssen.

Das wird sich demnächst ändern. Heute wird der erste Parkscheinautomat an der Leipziger Straße aufgestellt, wie Manuel Helbig ankündigt. „Der geht aber noch nicht in Betrieb, weil wir erst in den nächsten Tagen die neue Beschilderung aufstellen werden.“ Bis zum Jahreswechsel werde das in Anspruch nehmen. „Wir gehen davon aus, dass das neue Parkraumkonzept ab Januar umgesetzt wird. Anfangs werden wir auch verstärkt kontrollieren.“

Denn künftig wird es zeitbefristete reine Bewohnerparkzonen geben. Das ist beispielsweise entlang der Räschener- und der Greifenhainer Straße der Fall. Aber auch Teile der Leipziger und Calauer Straße gehören dazu. Selbst entlang der Thiemstraße und Teilen der Drebkauer Straße ist das reine Bewohnerparken künftig vorgesehen. Bewohner mit Parkausweis und Besucher mit Parkuhr teilen sich dem Konzept zufolge die Stellplätze entlang der Finsterwalder-, Friedrich-List-, Welzower-, Senftenberger und Teilen der Calauer Straße. Parkscheine müssen künftig entlang der Leipziger Straße direkt am CTK-Haupteingang gezogen werden. Das dürfte so manchen Besucher animieren, gleich ins Parkhaus zu fahren. Denn die Preise sind auch dort recht moderat (siehe Info-Box).

Die Straßenverkehrsbehörde hat bis Jahresende noch eine Menge Arbeit vor sich. Denn nach Auskunft von Manuel Helbig besitzen die Anwohner in dem betroffenen Gebiet insgesamt 1200 Fahrzeuge. Es ist davon auszugehen, dass früher oder später der Großteil einen Bewohnerparkausweis beantragen wird. Denn wer den sichtbar hinter die Autoscheibe klemmt, muss weder einen Parkschein ziehen, noch eine Parkuhr ins Auto legen.

Für die Straßenverkehrsbehörde ist es mit dem Aufstellen der neuen Schilder nicht getan. „Wir müssen auch noch Gespräche mit Gewerbetreibenden oder aber der Kita in der Greifenhainer Straße führen“, erklärt der Behördenchef.