Festgemacht an einer Eisscholle, treibt die Polarstern durch das Nordmeer. Im Rahmen der Mosaic-Expedition erforschen Wissenschaftler aus 19 Nationen den Klimawandel am Nordpol. Das Schiff ist seit Herbst 2019 in der Arktis. Ein Jahr lang soll die Expedition insgesamt dauern. Einer von zwei Kapitänen der Polarstern ist Thomas Wunderlich (40).
Wunderlich ist in Lübben geboren und in Cottbus aufgewachsen. Das Abitur hat er an der Lausitzer Sportschule in Cottbus abgelegt und anschließend in Warnemünde Nautik studiert. Er ist bei der Reederei Laeisz in Bremerhaven angestellt. Nach dem Berufsstart auf einem Containerschiff seit dem Jahr 2004 ist er schließlich mit dem Forschungsschiff Polarstern unterwegs, seit 2010 als Kapitän. Wenn er nicht mit dem Eisbrecher in Arktis und Antarktis unterwegs ist, wohnt Thomas Wunderlich in Burg.
Weil das deutsche Alfred-Wegner-Institut als Organisator der Mosaic-Expedition weder Forscher noch Seemann ein Jahr lang in der Arktis leben und arbeiten lassen möchte, werden Crew und Wissenschaftler auf der Polarstern regelmäßig gewechselt. Eigentlich sollte Thomas Wunderlich schon Anfang April das Kommando auf dem Schiff übernehmen. Doch die weltweite Coronapandemie wirbelte auch die Pläne am Nordpol durcheinander. In der ersten Folge des neuen Rundschau-Podcasts „Anruf aus der Arktis“ berichtet der Spreewälder über seine verspätete abenteuerliche Anreise zur Polarstern. Ab jetzt einmal wöchentlich wird die Rundschau mit dem Hörformat die Arktis-Expedition der Polarstern begleiten. Zu hören gibt es den Podcast „Anruf aus der Arktis“ mit unserem Mann im Eis Thomas Wunderlich immer zur Wochenmitte auf lr-online.de und den großen Plattformen wie Spotify oder Apple Podcast.
Alles bisher bei lr-online erschienen Beiträge zur Polarstern-Expedition finden Sie in unserem Dossier hier.
Das Leben auf der Polarstern

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