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| 13:00 Uhr

Burg
Keine Ruhe trotz Winterpause im Annemarie-Schulz-Haus

Mit dem neuen Schriftzug ist das Annemarie-Schulz-Haus in der Byhleguhrer Straße 17 besser als bisher zu finden.
Mit dem neuen Schriftzug ist das Annemarie-Schulz-Haus in der Byhleguhrer Straße 17 besser als bisher zu finden. FOTO: Interessengemeinschaft Bauernhau
BURG. 700 Besucher besichtigten in diesem Jahr das Spreewaldhaus auf dem Burger Schlossberghof.

Das fast 300 Jahre alte Spreewaldhaus auf dem Schlossberghof gehörte auch in diesem Jahr zu den beliebtesten Fotomotiven in Burg. Mehr als 700 Besucher nutzten von Anfang April bis Ende Oktober die Gelegenheit, das Annemarie-Schulz-Haus zu besichtigen und zu erleben, wie ein altes, fachgerecht restauriertes Gebäude zeitgemäß genutzt werden kann. Dabei fanden der Schüsselkachelofen in der guten Stube, die Wand- und Fußbodenheizung ebenso Bewunderung wie das Baumaterial Lehm, die schwarze Küche, die Pappelkläranlage und andere Details.

In diesem Jahr ist das historische Gebäude sogar deutschlandweit in den Blickpunkt gerückt: Die Interessengemeinschaft Bauernhaus (IgB), die das Wohnstallhaus an der Byhleguhrer Straße betreut, hat 2017 den Haustyp Spreewaldhaus zum „Haus des Jahres“ gekürt. Damit wurde auf besondere Weise für den Erhalt der historischen Blockhäuser geworben, die aus dem Bild der Spreewald-Landschaft nicht wegzudenken sind.

Damit es so bleibt, setzt sich die kleine IgB-Gruppe in Burg nicht nur für das eigene Haus ein. So hat sie sich zum Beispiel mit der Gestaltungssatzung für den Innenbereich von Burg befasst und für den Erhalt des dörflichen Charakter von Burg ausgesprochen. Die wenigen im Ortskern verbliebenen und versteckten alten Spreewaldhäuser sollten wieder sichtbar, nutzbar und zu einem Stolz der Gemeinde werden.

Neben politischem Willen und viel Optimismus, so die IgB, werde Geduld und finanzielle Hilfe gebraucht. Benötigt werde zudem ein Mitarbeiter in der Amtsverwaltung, der Erhaltenswertes aufspürt, Eigentümer berät, gegebenenfalls Konzepte mitentwickelt und die Bürger mit einbezieht.

Im Annemarie-Schulz-Haus ist nun erst einmal die Winterpause bis Ende März eingezogen. Doch ganz ruhig wird es im Inneren nicht bleiben, denn es wird weiter verfugt, gestrichen und gefliest. Auch die Original-Türen werden aufgearbeitet und wieder eingebaut. Vieles wird von den IgB-Mitgliedern selbst erledigt, Helfer sind jedoch immer gern gesehen.

(big)