ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:33 Uhr

Annäherung im Streit ums Garteneck

Bedrohte Oase: das Grundstück am Garteneck.
Bedrohte Oase: das Grundstück am Garteneck. FOTO: hil
Cottbus. Cottbus. Die geplante Bebauung eines Waldgrundstücks hinter dem TKC war Thema erbitterter Auseinandersetzungen einer Bürgerversammlung in Schmellwitz. hil

Zumindest einige Sorgen konnte Investor Walter Stöber mildern. Er will auf dem Grundstück zwischen TKC und Johannes-Brahms-Straße 17 Einfamilienhäuser errichten. Anwohner fürchten Lärm und Straßenschäden durch den Bauverkehr. "Den werden wir über eine Zufahrt auf dem TKC-Gelände regeln", versprach Stöber, der mit einer dreijährigen Bauphase rechnet. Naturschützer waren dennoch unzufrieden. "Das Grundstück ist naturschutzfachlich wertvoll", so Johann Staudinger. Dichte Brombeersträucher, Pionierbäume und eine hohe Diversität kennzeichnen die Fläche." Auch Nabu-Vertreter Harald Wilken liegt der Schutz des Geländes am Herzen. "Wir sollten den Mai abwarten und prüfen, welche Arten in dem Gebiet siedeln, dann kann man entscheiden, wie es weitergeht."

Das Gelände ist dicht mit Bäumen bewachsen, die die Anwohner erhalten möchten. "Wir fällen nur dort, wo Bäume direkt auf dem Baufeld stehen", verspricht Investor Stöber. Gefällte Bäume werden im Wohngebiet ersetzt." Auch Marita Krause von der Stadtverwaltung bemühte sich darum, die Wogen zu glätten. "Trotzdem kann ich die Anwohner nicht ganz verstehen", sagt sie. "Als das Stadtentwicklungskonzept diskutiert wurde, hat niemand hier Einspruch erhoben." Das Gelände am Garteneck sei für eine Mischnutzung vorgesehen. "Und was der Investor plant, entspricht den Zielen der Stadtentwicklung."