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| 14:04 Uhr

Cottbus
Anklage nach Unfalltod einer Ägypterin bleibt weiter offen

An der Haltestelle vor der Cottbuser Stadthalle ereignete sich der folgenschwere Unfall.
An der Haltestelle vor der Cottbuser Stadthalle ereignete sich der folgenschwere Unfall. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Die Anklage nach dem Unfalltod einer ägyptischen Studentin in Cottbus bleibt weiter offen. Das bestätigt die Staatsanwaltschaft knapp ein Jahr nach dem Vorfall. Von Peggy Kompalla

Das rechtsmedizinische Gutachten ist dem Verteidiger des Autofahrers zur Verfügung gestellt worden. Darüber informiert Staatsanwalt Horst Nothbaum auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Dem Rechtsanwalt werde eine Frist zur Stellungnahme eingeräumt, so Nothbaum. Weitere Auskünfte sind der Staatsanwaltschaft zufolge derzeit nicht möglich. Die Entscheidung, ob Anklage gegen den damals 20 Jahre alten Autofahrer erhoben wird, steht demnach weiterhin aus. Die 22-jährige Studentin war vor knapp einem Jahr an der Haltestelle vor der Stadthalle plötzlich auf die Straße getreten und wurde von einem Auto erfasst. Sie starb wenige Tage später an ihren schweren Verletzungen. Auf der Berliner Straße gilt in dem Haltestellen-Bereich Tempo 30. Das Auto war laut Staatsanwaltschaft schneller unterwegs. Ein erstes technisches Gutachten hatte ergeben, dass der Fahrer den Unfall nicht verhindern konnte. Das zweite nun vorliegende rechtsmedizinische Gutachten sollte klären, ob die Verletzungen der Frau weniger gravierend gewesen wären, wenn der Fahrer die 30 km/h eingehalten hätte.