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Anklage gegen mutmaßlichen Mörder einer Cottbuser Rentnerin erwartet

Polizeisprecher Torsten Wendt (l.), Peter Augustin (Mordkommission) und Gernot Bantleon (Oberstaatsanwalt) während der gestrigen Pressekonferenz im Polizeipräsidium in Cottbus.
Polizeisprecher Torsten Wendt (l.), Peter Augustin (Mordkommission) und Gernot Bantleon (Oberstaatsanwalt) während der gestrigen Pressekonferenz im Polizeipräsidium in Cottbus. FOTO: hil
Cottbus. Im Fall des Mordes an einer Cottbuser Rentnerin im Dezember 2016 sind die Ermittlungen nach Auskunft der Staatsanwaltschaft weitgehend abgeschlossen. Deshalb ist zu erwarten, dass in den kommenden Wochen Anklage erhoben wird. sim

Die Polizei hatte nach umfangreichen Ermittlungen und einer breiten Öffentlichkeitsfahndung im März einen zur Tatzeit 17-jährigen Syrer als dringend tatverdächtig festgenommen. Gegen ihn war Haftbefehl erlassen worden. Wegen seines jugendlichen Alters machte die Staatsanwaltschaft jedoch bis heute keine näheren Angaben zu den Ermittlungen. Das Opfer war eine rüstige 82-Jährige, die von einem Verwandten tot in ihrer Cottbuser Wohnung gefunden wurde, nachdem sie zu einer verabredeten Weihnachtsfeier nicht erschienen war. Der mutmaßliche Täter war 2015 in Begleitung eines Verwandten als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Er kannte die getötete Seniorin, weil er in ihrer Nachbarschaft wohnte.