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| 15:08 Uhr

Glaswerk Döbern
Anklage gegen Cristalica-Chef

Die Glaspyramide im Traditionsstandort Döbern: Sie ist das sichtbare Aushängeschild der Cristalica GmbH. Foto: Ch. Taubert
Die Glaspyramide im Traditionsstandort Döbern: Sie ist das sichtbare Aushängeschild der Cristalica GmbH. Foto: Ch. Taubert FOTO: Ch. Taubert
Cottbus. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Unternehmer Lutz Stache Betrug in besonders schwerem Fall vor. Bereits im Juni 2016 war Stache ins Visier der Ermittler geraten. Bei einer Razzia waren Beweise gesichert worden. Von Christian Taubert

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat gegen den Geschäftsführer der Cristalica GmbH in Döbern (Spree-Neiße) Lutz Stache Anklage vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Cottbus erhoben. Wie ein Gerichtssprecher gegenüber der RUNDSCHAU bestätigt, werde dem Angeschuldigten Betrug in besonders schwerem Fall vorgeworfen.

Bereits im Juni 2016 war Stache ins Visier der Ermittler geraten. Sie hatten bei einer Razzia bei Cristalica sowie in Geschäfts- und Wohnräume des Geschäftsführers Unterlagen gesichert. Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft stand in Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren gegen den Unternehmer wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug. 

Hintergrund dafür ist, dass die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) Anfang 2016 einen Widerrufsbescheid für gewährte Fördergelder erlassen hatte. Sie waren bei der Übernahme der Glashütte in Höhe von 4,5 Millionen Euro gewährt und daran geknüpft worden, in Döbern die Glasproduktion fortzusetzen. Die ILB sah  die Umsetzung der Förderbedingungen aber nicht mehr realisiert.

Über die Zulassung der Anklage muss jetzt das Landgericht Cottbus entscheiden. Dies ist noch nicht erfolgt. Der Angeschuldigte hat derzeit Gelegenheit, sich zu der Anklage zu erklären.