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Angler fordern mehr Druck auf Sachsen bei brauner Spree

Cottbus. Die Vertreter der 29 Vereine im Kreisanglerverband Cottbus-Land haben bei ihrer Jahreshauptversammlung in Kiekebusch mehr Druck auf Sachsen gefordert, um die Spätfolgen des Bergbaus zu mindern. Darüber informiert Verbandschef Edelbert Jakubik. red/pk

Die Angler haben die verheerenden Folgen der Verockerung von Spree, Spremberger Talsperre und den Spreewaldzuflüssen dokumentiert und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) präsentiert, der bei der Versammlung zu Gast war. Sachsen sollte das Problem so wie Brandenburg zur Chefsache machen, fordern die Angler. Welche verheerenden Folgen die Verockerung hat, ist längst sichtbar. So bietet beispielsweise das einstige natürliche Forellengewässer Koselmühlenfließ für Fische keinen Lebensraum mehr. Anders am Priorgraben. Das Gewässer ist dank Renaturierungsarbeiten für die Fische nun durchgängig. Früher waren für sie die Mühlenstaue unpassierbar. Im Priorgraben leben wieder Bachforellen - Angler hatten Jungfische eingesetzt.

Der Verband stößt offenbar auf wachsendes Interesse. "Es gibt seit mehreren Jahren einen Mitgliederzuwachs", konstatiert Verbandschef Jakubik und lobt: "Gute Ergebnisse werden bei der Kinder- und Jugendarbeit erreicht und das Seniorenangeln erfreut sich großer Beliebtheit." Passend dazu gab es bei der Jahreshauptversammlung Auszeichnungen: Richard Diepelt aus Neuhausen erhielt eine für sein Wirken im Verein seit 60 Jahren und Ronny Schönknecht aus Drebkau für sein Engagement in der Nachwuchsarbeit. Der Verband sicherte durch einen kurzfristig unterzeichneten Vertrag mit dem Verein der sorbisch/wendischen Spreewaldfischer Burg und Umgebung einen besonderen Service für die Mitglieder. So können Verbandsmitglieder mit ihrer Angelberechtigung im Spreewald angeln.