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Andrang im Reitstadion Sielow

Cottbus. Rund 400 Pferde treten am Wochenende zur 47. Auflage des Pfingstturniers an – eine Herausforderung für die Veranstalter. Andrea Hilscher

Seit Wochen gehört der Blick zum Himmel zu den Pflichtaufgaben von Dieter Pumpa, dem Chef des Sielower Reitvereins. Bleibt es trocken? Wie geht es dem Rasen? Denn genau dieser Rasen ist das größte Pfund, mit dem die Sielower wuchern können - der seit Jahrzehnten akribisch gepflegte Boden des Reitstadions lockt immer wieder Spitzensportler nach Cottbus. In diesem Jahr ist der Andrang noch größer als sonst: Eine leicht veränderte Ausschreibung mit interessanten Prüfungen hat für mehr als 120 Reiter den Ausschlag gegeben, nach Sielow zu kommen - zu insgesamt über 1000 Starts.

Die Vorbereitungen für das Ereignis laufen seit Wochen auf Hochtouren. Seit die hohen Teilnehmerzahlen bekannt sind, haben die Vereinsmitglieder die Zahl ihrer Arbeitseinsätze noch mal erhöht. "Wir brauchen mehr Stallzelte als sonst, immerhin kommen insgesamt 400 Pferde, die wir zum Teil mit Futter, Heu und Stroh versorgen müssen", so Dieter Pumpa.

Der Zeitplan für die drei Wettkampftage vom 2. bis 4. Juni wurde streng gerafft, Freitag wurde bereits ab 7 Uhr geritten, um 22.30 Uhr gehen die letzten Reiter zu einem Punktespringen der Klasse S* unter Flutlicht an den Start. Anschließend lädt der Verein alle Besucher zu einer Week-endparty mit einer Livesendung von Radio Cottbus.

Auch der Samstag beginnt früh um 7 Uhr. Mittags gegen 13.15 Uhr werden die Schirmherren des Turniers zur offiziellen Eröffnung erwartet. Ebenfalls am Nachmittag können sich die Besucher auf die Versteigerung eines Bildes des Malers und Grafikers Günther Rechn freuen.

Die letzte Springprüfung an diesem Tag beginnt um 19.30 Uhr, ab 21 Uhr steigt der große Reiterball im Festzelt.

Besondere Spannung versprechen die Wettkämpfe am Sonntag (ab 8 Uhr). Hier fallen die wichtigsten Entscheidungen des Turniers: Reiter sechsjähriger Springpferde können ein Ticket zum DKB-Bundes-Championat nach Warendorf einlösen, es geht um eine Qualifikation für die Ecora Reitertour und natürlich um den begehrten Sieg im Großen Preis der Sparkasse Spree-Neiße (ab 15.30 Uhr).

Dabei kämpfen die besten Reiter-Pferd-Paare darum, sich auf der legendären Siegerliste am Richterturm verewigen zu können. Volkmar Schadock aus Wehnsdorf, der zweimal in Sielow Landesmeister wurde, tritt hier ebenso an wie Heiko Schmidt (Neu-Benthen) und Benjamin Wulschner (Passin), die gerade erst beim Hamburger Derby am Start waren. Der Vorjahressieger Jörg Möller aus Mecklenburg will seinen Titel verteidigen, doch auch der Grieche Angelos Touloupis rechnet sich Chancen aus.

Neben den ganz großen des Reitsports ist auch die erst zwölfjährige Charlotte Hoeing vom RFV Schenkenhorst in Sielow am Start: Das Nachwuchstalent bestreitet sechs Prüfungen der Klassen M* bis S*.

Für das leibliche Wohl der Reiter wie auch der Besucher ist der Caterer Ronny Kuhlmann verantwortlich, der an zahlreichen Ständen und Bistros kleine und große Snacks bereithält. Wer sich einen Abend lang privat von Kuhlmann bekochen lassen möchte, kann sich den Mietkoch für Zuhause ersteigern.

Musikalisch sorgt der Vogtländer Schalmaienzug Auerbach für Stimmung.

Der Eintritt am Freitag ist frei. Samstag zahlen Besucher fünf, ermäßigt vier Euro, Sonntag kostet der Eintritt sechs, ermäßigt fünf Euro. Parken kostet drei Euro.