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An die Säge, fertig, los ... Kolkwitz sucht Christbaum

Die Kolkwitzer können wieder ihre Anwärter für den Weihnachtsbaum vorm Rathaus melden.
Die Kolkwitzer können wieder ihre Anwärter für den Weihnachtsbaum vorm Rathaus melden. FOTO: Brinkop
Kolkwitz. Weihnachtlich soll es ab dem 1. Advent wieder vorm Kolkwitzer Rathaus aussehen. Deshalb ist die Gemeindeverwaltung erneut auf der Suche nach einem Baum. Zwei Nadelgehölze haben die Mitarbeiter des Bauhofes schon im Blick. Annett Igel-Allzeit

Seit dem Jahr 2012 schafft die Kolkwitzer Gemeindeverwaltung im sanierten und erweiterten Rathaus. Auch wenn es sich in den Räumen angenehmer arbeiten lässt - für die weihnachtliche Gestaltung vorm Rathaus wird seit diesen vier Jahren die Hilfe der Bürger gebraucht.

Früher war das anders, erinnert sich der Baufachbereichsleiter Tobias Hentschel: Da wuchs der Weihnachtsbaum unmittelbar vorm Rathaus und konnte alle Jahre neu geschmückt werden. Inzwischen aber fällt es Tobias Hentschel schwer, sich an den Namen des alten Nadelbaumes zu erinnern: Ein besonderes, edles Gehölz sei es gewesen, das aber doch in der Region beheimatet ist. Auch wenn als Heimat der Douglasien heute in botanischen Nachschlagewerken Nordamerika genannt wird, trügt ihn die Erinnerung nicht: Fürs Tertiärzeitalter ist die Douglasie ganz sicher für die Lausitz nachgewiesen. "Zudem war unsere Douglasie nicht ganz gerade gewachsen, sie hatte eine besondere Form, ließ sich deshalb aber ganz gut schmücken", erinnert sich Willfried Böttcher vom Kolkwitzer Bauhof. Sie hatte dort gestanden, wo heute der Erweiterungsbau seinen Platz hat, war aber bereits windbrüchig.

Der Brauch mit einem geschmückten Weihnachtsbaum vorm Rathaus fiel nicht mit der Douglasie. In den vergangenen Jahren fanden sich immer wieder Bürger, die einen großen Baum von ihrem Grundstück für den Platz vorm Rathaus spendeten. "Zwei, drei Bäume haben wir schon im Blick", sagt Wilfried Böttcher. Jedes Jahr, so erklärt er, bieten ja mehrere Familien Bäume an. "Wir schauen uns alle an, wollen sehen, ob er überhaupt geeignet ist, man gut an ihn herankommt oder ob er noch ein paar Jahre stehen könnte", so der Bauhofvorarbeiter. 14 bis 16 Meter hoch darf er sein. Und Fichten werden etwas bevorzugt. "Sie lassen sich biegen, und die Gefahr, dass sie auf dem Tieflader brechen, ist gering", erklärt Böttcher. Der Bauhof ordert Kran und Tieflader, sobald der Baum gefunden ist. Gefällt und aufgestellt wird er an einem Tag in der zweiten Novemberhälfte. "Geschmückt werden darf er aber erst nach dem Totensonntag, darauf achten wir", sagt Wilfried Böttcher.

Bürger, die noch Anwärter für den Kolkwitzer Weihnachtsbaum haben, können sich bei Uwe Schwella im Fachbereich Ordnung und Sicherheit, Telefon 0355 2930032 oder E-Mail os-us@kolkwitz.de, melden. Der Baum werde - kostenlos für den Bürger - gefällt und abgeholt.