13 der 15 Besetzer eine Baggers im Tagebau Jänschwalde hatten sich geweigert, bei der Vernehmung ihre Personalien anzugeben. Als Konsequenz drohte ihnen die Anordnung von Untersuchungshaft.
Daher wurden sie am Samstag, 26. Juni, einem Haftrichter am Amtsgericht Cottbus vorgeführt. „Die Anordnung von Untersuchungshaft ist bei leichteren Straftaten auch dann möglich, wenn sich Personen nicht ausweisen können. Dies ist bei den Beschuldigten der Fall“, hatte die Polizeidirektion Süd am Samstag betont.

Cottbus/Jänschwalde

Beim Termin am Amtsgericht knickten dann alle 13 Beschuldigten ein und gaben ihre Personalien preis, sodass sie entlassen wurden. Mit welchen strafrechtlichen Konsequenzen sie nun dennoch zu rechnen haben, ist derzeit nicht bekannt. Zumindest gibt es den dringenden Tatverdacht des Hausfriedensbruchs, da sich die Kohlegegner widerrechtlich Zutritt zum Gelände des Tagebaus Jänschwalde verschafft hatten, um dort ab Freitagmorgen über Stunden einen Bagger zu besetzen, der dadurch abgeschaltet werden musste.