Mit insgesamt 284 Kunden wurde nach Auskunft des Verbandes Kontakt aufgenommen. Die meisten reagierten auf diese Anfrage, gaben Erklärungen über den Verbleib des Abwassers ab. Im Ergebnis haben viele Grundstückseigentümer wasserrechtliche Erlaubnisse für die Betreibung und das Errichten von Kleinkläranlagen beantragt. Es wurden auch abflusslose Sammelgruben errichtet. Bei umfangreicher Nutzung des Wassers für die Gartenbewässerung oder für den Pool wurde die Installation von Unterzählern empfohlen. In jedem zehnten Fall der dezentralen Wasserentsorgung wurde allerdings festgestellt, dass die Anlagen nicht dem Stand der Anforderungen entsprechen. Einige Bürger haben sich überhaupt nicht zu der Anfrage geäußert.
Bis Ende des Jahres appelliert der Verband noch an die Vernunft der Kunden, dann allerdings muss mit Ordnungsstrafen gerechnet werden. Wie der Verband mitteilt, ist illegale Abwasserentsorgung ein Umweltvergehen und kann zu erheblichen Strafen führen.
Die Ergebnisse der Befragung wurden jetzt den Mitgliedern der Ver bandsversammlung des TAZ Burg vorgelegt. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, noch einmal an die Umweltverantwortung der Bürger im Biosphärengebiet zu appellieren. Sie forderten aber auch eine konsequente Ahndung, sollten sich einige Kunden überhaupt nicht um Klärung bemühen.
Die Verbandsversammlung bestätigte einstimmig die Jahresabschlüsse der Jahre 2002 und 2003. Außerdem wurde die bisher für den TAZ Burg tätige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auch mit der Abrechnung des Jahres 2004 beauftragt. Befürwortet wurde außerdem die Neufassung der Verbandssatzung, die sich unter anderem durch Veränderung von Straßennamen, Klarstellung der Aufgaben der Verbandsversammlung nach der Eigenbetriebsverordnung und durch den wegfallenden Kosten- und Aufwendungsersatz für Haus -und Grundstücksanschlüsse ergeben.