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Amt Burg Burger Kurortpläne ziehen Investoren an

Die Bewerbung von Burg um den Kurortstatus bewegt zunehmend Investoren zu einem wirtschaftlichen Engagement in der Spreewaldgemeinde. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Entwicklungsgesellschaft Burg (EWG) wurden gestern neue Projekte von Unternehmen aus der Lausitz und anderen Regionen vorgestellt. Von Ronald Ufer

„Die meisten Projekte, mit denen wir gestartet sind, befinden sich zumindest in der Realisierungsphase“ , sagte EWG-Geschäftsführer Gerhard Schippan. „Mit der Eröffnung der Spreewald Therme Ende September werden wir ein weiteres großes Vorhaben verwirklichen, das sich gut in unser Konzept des Gesundheitstourismuses einordnet. Auch künftig setzen wir bei der Entwicklung von Wirtschaft und Fremdenverkehr weniger auf Industrie als auf soziales Wachstum. Die Menschen sollen im Wohlfühlort Burg Zeit zur Selbstfindung erhalten und Heilung finden.“
Ein wichtiger Teil der EWG-Arbeit der vergangenen Jahre war die Vorbereitungen für die Beantragung des Kurortstatuses. Inzwischen liegen alle Unterlagen in Potsdam vor, am 15. Juni soll die entscheidende Ortsbesichtigung erfolgen. Ein Novum stellt dabei das „virtuelle Kurmittelhaus“ dar. Für die Anwendungen werden Kapazitäten der Rehabilitationsklinik und der künftigen Therme gebunden, damit nicht eine unnötige zusätzliche Einrichtung gebaut werden muss. „Es gibt erste positive Signale aus Potsdam zu unserem Antrag. Ich hoffe noch in diesem Jahr auf einen positiven Bescheid“ , sagte Amtsdirektor Hans Gahler.
Diesen Optimismus teilen auch die Investoren, die zum Jubiläum ihre Projekte vorstellten. So will die Hamburger Firma Hanseplan die alte Burger Molkerei in ein Vitalzentrum verwandeln. Im Frühjahr 2006 könnten die Hochbauarbeiten starten und in zwei Jahren die Eröffnung erfolgen. Das Hotel wird Familien aufnehmen. Unter ärztlicher Anleitung sollen sie die Lebens- und Ernährungsweise gemeinsam umstellen, Therapiemöglichkeiten und die Angebote der Therme nutzen.
Im alten Kurhaus soll ein Hotel für die Generation 50 Plus entstehen. Ein Cottbuser Unternehmen errichtet zehn Ferienwohnungen. Heinz Ballaschk aus Burg baut am Bismarckturm eine Gaststätte, zu der ein Freiluftbereich mit 150 Plätzen gehört. Das Projekt wird den Erlebnisbereich am Bismarckturm mit der Außenstelle des Biosphärenreservats, dem Kräutergarten den künftigen Weidendom und anderen Einrichtungen ergänzen. Vom Spreehafen wird eine zweistündige Rundfahrt durch Burg erschlossen, die an der Therme vorbeiführt. Eine Anlegestelle entsteht an der Rehabilitationsklinik.