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| 16:22 Uhr

Firmen auf Fehlersuche
Verkehrschaos an Cottbuser Bahnhofskreuzung

 Die Ampelanlage am Cottbuser Bahnhofsberg funktioniert am Freitagmorgen nicht korrekt.
Die Ampelanlage am Cottbuser Bahnhofsberg funktioniert am Freitagmorgen nicht korrekt. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau / Christian Schenk
Cottbus. Eine defekte Ampelanlage an der Bahnhofskreuzung in Cottbus sorgte am Freitagmorgen für Chaos und Gefahr. Nach der Ursache wird nun gesucht. Doch warum griff die Polizei nicht in die Verkehrsregelung ein?

Am Freitagmorgen hat  die erst kürzlich abgenommene Ampelanlage an der Bahnhofskreuzung verrückt gespielt. Chaos und Gefahr herrschten rund um den Bahnhof.  Ungeduldige Autofahrer versuchten, trotz auf Dauerrot stehender Ampeln die Kreuzung zu queren.

Wie ein Sprecher der Stadt Cottbus mitteilt, sei gegen 1.15 Uhr die Ampel aus noch nicht geklärter Ursache „stehengeblieben“ und habe anschließend in Nord-Süd-Richtung dauerhaft Grün gezeigt. Alle anderen Ampeln im Kreuzungsbereich zeigten Rot. Die Anlage habe nicht mehr umgeschaltet. Erst gegen 6.30 Uhr, als die Anlage in den Tagesbetrieb schaltete, habe sich der Betrieb wieder regulär geregelt.

Programmierung und Installation wurde überprüft

Da nachts eine Fahrtrichtung grün und alle anderen rot angezeigt waren, habe das System keine Fehlermeldung an die Technik gesendet. Dadurch sei die Störung erst später bemerkt worden, so der Stadtsprecher weiter. Die umgehend eingeleitete Fehlersuche erstrecke sich sowohl auf die Programmierung des Systems als auch auf die Installation der Anlage. Aus diesem Grund sei auch eine Signalbaufirma einbezogen worden. Nachdem die Polizei zunächst auf eine Firma aus Gera verwiesen hatte, hieß es später vonseiten der Stadt, dass die zuständige Wartungsfirma eine Technikerstelle in Cottbus eingerichtet habe.

Wann greift die Polizei in die Verkehrsführung ein?

In dem sozialen Netzwerk Facebook kam die Frage auf, warum die Polizei nicht in die Verkehrsregelung eingegriffen hat. Auf Nachfrage der RUNDSCHAU verwies Polizeisprecher Torsten Wendt auf die Entscheidung des Dienstgruppenleiters. „So lange die Polizei keinen Hinweis von der Leitstelle Lausitz, Cottbusverkehr oder einen anderen Institution erhält, greift die Polizei nicht in die Verkehrsregelung ein“, so Wendt. Des Weiteren erklärt Wendt, „dass dies immer von der Lage abhängig sei, ob die Polizei eingreift oder nicht.“ Auch weist Wendt daraufhin, speziell in solchen Fällen immer den Paragraphen 1 der Straßenverkehrsordnung zu achten.

Im Parapraph 1 heißt es, dass die Teilnahme am Straßenverkehr eine ständige Vosicht und gegenseitige Rücksicht erfordert. Des Weiteren heißt es darin, dass sich jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten hat, das kein anderer geschädigt, gefährdet, behindert oder belästigt wird.

(csc)