Die rasante Ausbreitung der hochallergenen Ambrosiapflanze lässt in der Lausitz eine  Gemeinde und vier Städte eng zusammenrücken. Die Pflanze, die von Nordamerika nach Europa eingeschleppt wurde, trotzt bislang den intensiven Bekämpfungsaktionen der Kommunen. So steigt nicht nur die Zahl der Pflanzen, sondern auch die Kosten für deren Beseitigungnehmen zu. Kolkwitz, Calau, Vetschau, Forst und Drebkau hatten sich Ende November zu einem Runden Tisch zusammengetan, um bei der Landesregierung Gehör zu finden. Sie sind sich darin einig, dass das Problem unterschätzt wird. Ohne umgehendes Gegensteuern, kommt es zu einer weiteren Verschleppung der Ambrosiapflanze, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier.

Die fünf Bürgermeister prophezeien folgendes Szenario: Die Ambrosiabestände in Südbrandenburg dehnen sich weiter aus, die Beseitigung verschlingt Kosten in Millionenhöhe, zudem nehmen Allergien und asthmatische Beschwerden zu und führen zu einer Kostenexplosion im Gesundheitssektor. In einem Zehn-Punkte-Plan fordern die Kommunen unter anderem eine Rechtsgrundlage zur Melde- und Bekämpfungspflicht sowie eine Regelung der Zuständigkeiten. Zudem soll im Landeshaushalt ein fester Etat für die Ambrosia-Bekämpfung eingeführt und ein federführendes Ministerium bestimmt werden. Dieses soll, so wird gefordert, sowohl die Ambrosia-Bekämpfung koordinieren als auch eine Handlungsstrategie erstellen.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen, sind sich die fünf Partner sicher, duldet keinen weiteren Aufschub. Am 19. März um 14 Uhr wird das Positionspapier zur Ambrosiabekämpfung beim Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft in Potsdam durch Vertreter der fünf Kommunen persönlich übergeben. Ziel ist es, die Verbreitung der Ambrosia mittelfristig zu unterbinden und die Bestände langfristig zu dezimieren.