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| 18:08 Uhr

Abfallentsorgung
Altglas-Chaos nach Entsorgerwechsel

 Auch in Peitz hat es so ausgesehen: übervolle Glascontainer und viele Flaschen.
Auch in Peitz hat es so ausgesehen: übervolle Glascontainer und viele Flaschen. FOTO: LR
Werben. Behälter werden noch ausgetauscht. Werbener freut sich über schnellen Einsatz.

Übervolle Altglascontainer und unzählige abgestellte Glasflaschen und Konservengläser haben noch bis Donnerstagnachmittag in Werben für Unverständnis bei vielen Bewohnern gesorgt. Jetzt ist aufgeräumt. Die aktuellen Probleme bei der Altglasentsorgung im Landkreis Spree-Neiße sind auf den Entsorgerwechsel zu Jahresbeginn zurückzuführen, wie Torsten Kunze vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft erläutert.

Dass so schnell auf seine Kritik reagiert wurde, freut Hanjo Koch aus Werben, wie er betont. Er hatte sich zuvor beim Amt Burg und der RUNDSCHAU gemeldet, weil er „Gefahr in Verzug“ befürchtete, falls Vandalen die Flaschen und Gläser zerstören,  Scherben auf die Straße gelangen und so möglicherweise Fahrzeuge beschädigt oder Personen verletzt werden. Von ihm gibt es ein ausdrückliches Lob für die Handelnden, wie er sagt.

Seit Jahresbeginn ist für die Altglasentsorgung in Spree-Neiße ein Unternehmen aus Niesky (Sachsen) zuständig. Der bisherige Entsorger AGNS des Landkreises konnte sich bei der Neuausschreibung der Leistung nicht durchsetzen, wie Kunze erklärt. Jetzt müssen zunächst die Altglascontainer ausgetauscht werden. Das erfolgt Schritt für Schritt für alle 450 Altglascontainer in Spree-Neiße. Als erstes waren die Bereiche Spremberg und Guben dran. Bis Ende Januar soll die Austauschaktion noch andauern. Auch Peitz ist betroffen.

Um die Situation an besonderen Brennpunkten zu entschärfen, seien auch Mitarbeiter des bisherigen Entsorgers unterwegs und sorgen für Ordnung, wie Kunze sagt. Nach Weihnachten und Silvester sei auch das Altglasaufkommen erfahrungsgemäß überdurchschnittlich hoch.

Die neuen Altglascontainer des sächsischen Entsorgers sind größer, informiert Kunze. Wie oft das Altglas abtransportiert wird, liege in der Hand des Unternehmens. Einen festgeschriebenen Abholrhythmus gebe es nicht. Wichtig sei es, die Flaschen und Gläser nach Farbe zu sortieren, sagt Kunze. Denn auch die Altglascontainer auf dem Lkw des Entsorgers haben drei Fächer, was man von außen nicht sieht.

In Deutschland werden rund 90 Prozent des eingesammelten Altglases recycelt. Das spart ein Viertel der Energie im Vergleich zur Neuherstellung.

(sha)