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Alter Cottbuser Schaukasten wird digital

Erleuchtendes in der Cottbuser Liebknecht-Straße – dank Rico Wilke, Oliver Krimm und Steve Ferchland.
Erleuchtendes in der Cottbuser Liebknecht-Straße – dank Rico Wilke, Oliver Krimm und Steve Ferchland. FOTO: Lydia Schauff
Cottbus. Abgekratzte Werbeaufkleber, verblasste Plakate: Bisher hat der Schaukasten am Durchgang von der Karl-Liebknecht-Straße zur Taubenstraße wenig hergemacht. Jetzt ist der alte Schaukasten eine leuchtende Angelegenheit. lsc

Die Cottbuser Firma Flyer va. tyler hat dort einen vier Meter mal einen Meter großen Bildschirm installiert, über den künftig die Werbung von Restaurants, Firmen und Geschäften flackert. Auch Ansichten der Stadt sind dort zu sehen. Der große Bildschirm ist einer von 20, die in verschiedenen Größen in Cottbuser Lokalitäten verteilt sind und den klassischen Flyerständer mit Papier ergänzen. "Wir haben einfach gemerkt, dass die Papierflyer meist links liegen bleiben, deswegen bauen wir jetzt den Bereich der digitalen Werbung aus", sagt Flyer-va.-tyler-Geschäftsführer Oliver Krimm. Narrowcasting heißt dieses Prinzip der digitalen Werbung, bei dem viele Leute gleichzeitig und digital erreicht werden sollen und bei dem füreinander miteinander geworben wird. Die Werbung des einen Restaurants läuft im anderen Restaurant und umgekehrt. Die Screens werden von einem zentralen Rechner über Wlan angesteuert. Auf allen Bildschirmen ist, aber eben an verschiedenen Orten, dieselbe Werbung zu sehen. Neue Werbebeiträge können direkt eingespielt werden. Fällt das Internet mal aus, greifen die Screens auf eine lokal gespeicherte Variante der Werbeschleife zurück. Nur Neues kann dann nicht ergänzt werden.

"Bisher sind wir damit nur in Cottbus. Es gibt aber Pläne die digitale Werbung in anderen Lausitzer Regionen zu etablieren", sagt Oliver Krimm. In Weißwasser gebe es derzeit Gespräche, auch den Spreewald wolle man ins Auge fassen.