| 02:33 Uhr

Alte Schule in Babow wird für die Dorfgemeinschaft hergerichtet

Kolkwitz-Babow. Die einstige Wohnung in der alten Schule in Babow soll zum Dorfgemeinschaftszentrum umgebaut werden. Wie das im Einklang mit der Gaststätte funktioniert, stellte in der Gemeindevertretersitzung das Ingenieurbüro Prokon vor. Annett Igel-Allzeit

Das Holzgebälk auf dem Dachboden ist noch in Ordnung, unterm Fußboden aber lauert die Feuchtigkeit. Für insgesamt rund 314 380 Euro soll die ehemalige Dreiraum-Wohnung in der alten Babower Schule für die Dorfgemeinschaft umgebaut werden und im Anbau Platz für Toiletten und die Babower Ortsfeuerwehr entstehen. Anke Handrow vom Ingenieurbüro Prokon hat den Gemeindevertretern Fotos vom Istzustand mitgebracht. Der alte Ofen wird belächelt, und beim Vorsitzenden der Gemeindevertretersitzung, Hans-Georg Zubiks, werden Erinnerungen an die Grundschulzeit geweckt.

Derzeit belebt eine Hälfte des ehemaligen Schulhauses ein Gaststättenpächter. Und das soll so bleiben, versichert Manuel Priefer von der Bauverwaltung. Auch die Billard-Spieler, die dort regelmäßig mit drei Mannschaften trainieren, können ihr Domizil behalten. Dazukommen soll die Dorfgemeinschaft, die sich hier künftig treffen kann. Ein barrierefreier Zugang sei geplant. Und in einem neuen Anbau auf der Gebäude-Rückseite wäre Platz für die Sanitäranlagen einschließlich einer Behinderten-Toilette und für einen beheizbaren Umkleideraum für die Babower Feuerwehr.

Für 80 Personen konzipiert das Ingenieurbüro Prokon das neue Dorfgemeinschaftszentrum - mit den nötigen Fluchtwegen. Während die Fassade nicht angerührt und eine Dämmung wohl nur in der Decke zum Dachboden geplant werde, soll die Haustechnik weitgehend erneuert werden. Das Abwasser könne die bestehende Sammelgrube fassen, für Wärme sorgen soll nach dem jetzigen Planungsstand eine neue Gasheizung.

Über einen beheizbaren Raum im knapp 212 960 Euro teuren Anbau freut sich vor allem auch die Babower Feuerwehr. Sie bewahrt in Garagen nebenan ihre Technik auf, will im neuen Raum aber ihre Schutzkleidung aufbewahren und auch mal trocknen können. Wie der Babower Ortsvorsteher Karsten Jarick mitteilt, lohne sich der Aufwand für die Babower Feuerwehr. "Die Nachwuchsarbeit läuft hier gut, wir haben gerade sieben Kinder dazubekommen."

Betreffs des Anbaus schlägt Karsten Jarick aber vor, den Eingangsbereich und das Fenster fürs Feuerwehrzimmer noch einmal zu überdenken. Ein größeres Tor statt Fenster und Tür würde es gestatten, doch auch mal einen Hänger mit in den Raum zu schieben. Das werde geprüft, versichert Zubiks.