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Albert Hotopp

Der Arbeiterschriftsteller Albert Hotopp ist am 1. August 1942 auf Beschluss einer Sondersitzung des Obersten Gerichts der UdSSR als angeblicher „Volksfeind“ und „Gestapo-Agent“ zum Tode verurteilt und erschossen worden. Er ist am 20.

September 1886 in Berlin als Sohn eines Schmiedes geboren worden, war Mitglied der SPD, trat im Jahr 1912 aus und wandte sich anarchistischen Strömungen zu. In Berlin wurde er Mitglied der USPD und im Jahr 1920 der KPD. Wegen angeblichen Hochverrats wurde er im Jahr 1923 zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, die er im Cottbuser Strafvollzug in der Bautzener Straße verbrachte. Hier schrieb er während der Haft bis 1926 Erzählungen. Bis 1929 arbeitete er in Berlin als politischer Leiter der KPD im Stadtbezirk Prenzlauer Berg. 1930 erschien sein Roman "Fischkutter H.F.13", in dem der Ruin eines Nordseefischers durch das Großkapital geschildert wird. 1934 gelang ihm gemeinsam mit Frau und zwei Töchtern die Flucht in die UdSSR. Er wurde Dekan der deutschen Fakultät am Institut für Fremdsprachen in Moskau. 1934 erschienen seine Erzählungen "Stürme überm Meer". (hhk)