Wie er nach Cottbus kam, wissen wir nicht; jedenfalls hatte er Monate nach seinem Amtsantritt einen schweren Stand. Der Bürgerausschuss hatte eine Beschwerde beim Landeshauptmann eingereicht, in der u. a. frühere Schulden der Stadt, undurchsichtige Ratsrechnungen und die unüberlegte Aufnahme von Kapitalien sowie fehlende Dienstregister zur Sprache kamen. Fritze konnte natürlich keinerlei Schuld zugewiesen werden, doch er musste mit diesem Erbe leben. Hinzu kamen die noch nicht behobenen Schäden des großen Stadtbrandes von 1671, darunter "200 wüste Stellen". Fritze ließ 1682 die hölzerne Brücke nach Sandow reparieren, den beschädigten Turm des Alten Rathauses 1684-1690 neu errichten und der Oberkirche eine neue barocke Turmhaube aufsetzen. Fritze war es auch, der 1692 für die Errichtung des ersten Postamtes in der Sprem sorgte - nun war die Stadt regelmäßig mit der Postkutsche erreichbar. (hhk)