Dabei wird für eine vollständige Energiewende geworben, die neben dem Verzicht auf Atomenergie das Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe einschließen soll. Während der Demonstration und bei der Kundgebung vor der Stadthalle wurden Losungen wie "Demokratie statt Vattenfall" skandiert und dem Energiekonzern vorgeworfen, die umstrittene CCS-Technologie zur unterirdischen Kohlendioxidverpressung im Ausland nutzen zu wollen. Die Teilnehmer verlangten einen Wechsel zu alternativen Energien sowie die Einführung dezentraler Erzeugungs- und Eigentümermodelle.

Edith Penk aus Schleife forderte die Lausitzer auf, die Abbaggerung weiterer Dörfer und die Zerstörung ihrer Heimat zu verhindern. Dies seien die heutigen Bewohner auch ihren Enkeln schuldig. Beifall gab es bei der Demo für Schienenblockaden während des Klimacamps im Rheinland.

Nach der Kundgebung bauten die Teilnehmer im Strombad ihr Camp einschließlich eines Zirkuszeltes für Theateraufführungen und andere Veranstaltungen auf. Vorgesehen sind bis zum Sonntag Konzerte, Exkursionen und Workshops zu Umweltfragen, Klimaschutz und zur Energiedemokratie. Ein Höhepunkt soll am Freitag die Kundgebung vor dem Kraftwerk Jänschwalde werden. Insgesamt werden 300 Umweltaktivisten erwartet.

Das Klimacamp schlägt die Zelte erstmals in Cottbus auf. In den Vorjahren fand es in Jänschwalde statt. "Private Flächeneigentümer haben 2012 die Vermietung abgelehnt. Die Jänschwalder Abgeordneten stimmten gegen das Camp", sagte Sprecherin Christina Eichberger.