Hoch ragt die Propsteikirche St. Maria am Rand des ehemaligen Busbahnhofs in Cottbus auf. Eine große Christusfigur prägt die Front. Am Mittwoch, 23. November, wird ab 17 Uhr ein roter Lichtkegel dazu kommen. Die Kirche soll rot leuchten. Passend zum „Red Wednesday“, dem roten Mittwoch.
Und damit ist die Cottbuser Kirche nicht allein. Die Christusstatue in Rio de Janeiro, der Hohe Dom zu Passau, das Kolosseum in Rom – diese und andere markante Gebäude erscheinen zur gleichen Zeit ebenfalls in Rot. Auch rund um Berlin beteiligen sich zahlreiche Kirchengemeinden, ebenso die Pfarrkirche „Heilig Kreuz“ in Görlitz.
Der Innenraum des Doms St. Stephan in Passau wird rot angestrahlt. Aus Solidarität mit verfolgten Christen leuchtet der Dom blutrot.
Der Innenraum des Doms St. Stephan in Passau wird rot angestrahlt. Aus Solidarität mit verfolgten Christen leuchtet der Dom blutrot.
© Foto: Armin Weigel/dpa

Red Wednesday: Was ist das?

Was aber hat es mit diesem roten Mittwoch auf sich? „Dahinter verbirgt sich eine Initiative des päpstlichen Hilfswerkes Kirche in Not. Es soll durch das rote Anstrahlen von Gebäuden und das Gebet daran erinnert werden, dass hier und heute in vielen Ländern Christen verfolgt werden, für Ihren Glauben Gewalt, Nachteile, Gefängnis und sogar den Tod erleiden“, erläutert Gemeindereferentin Bernadette Rausch.
Seit 2015 gibt es den Aktionstag, an dem sich inzwischen weltweit immer mehr Kirchen und Institutionen beteiligen. „Es gibt in vielen Ländern Verschlechterungen, wobei die Ursachen der Verfolgung oder Diskriminierung von Christen vielfältig sind“, sagt der Thomas Heine-Geldern, Präsident von Kirche in Not.
Einige Staaten in Afrika seien besonders betroffen. Zusammenbrechende staatliche Systeme, die Folgen des Klimawandels und Hassprediger, die christliche Minderheiten zu Sündenböcken machen, kämen dort zusammen. „Sorgen machen uns aber auch der religiöse Nationalismus in Indien oder Myanmar, die totalitären Ideologien in China und Nordkorea und die Radikalisierung in Pakis­tan“, so Thomas Heine-Geldern.
Märtyrer, die für ihren Glauben gestorben sind, kennt die Katholische Kirche in ihrer Geschichte viele. Es gibt sie aber auch heute noch. „Das Rot an den Gebäuden kann an das Blut der heutigen Märtyrer erinnern und an den Mut und die Gottesliebe, mit der sie für ihren Glauben eintreten“, so Gemeindereferentin Bernadette Rausch.
Begleitet wird der Red Wednesday in Cottbus mit einem Gottesdienst um 18 Uhr, in dem ebenfalls das Schicksal verfolgter Christen thematisiert werden soll.
Unterstützen könne man den Aktionstag auch ganz privat, informiert das päpstliche Hilfswerk: etwa durch das Tragen roter Kleidungsstücke an diesem Tag, durch das Teilen von Fotos mit dem Hashtag „#RedWednesday“ in den Sozialen Netzwerkerken oder durch ein Gebet für verfolgte Christen.
Cottbus Newsletter
Der wöchentliche Newsletter aus Cottbus und Umgebung mit relevanten Themen und exklusiven Geschichten rund um die Heimat der Krebse. Entdecken Sie die aktuellen Top-Storys und den Redaktionstipp fürs Wochenende direkt von unseren Lokalreportern für Sie aufbereitet.
Anrede *
E-Mail-Adresse
Vorname
Nachname

Wir nehmen den Schutz Ihrer Daten ernst. Bitte lesen Sie mehr dazu unter www.lr-online.de/privacy.