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Akrobatik unter der Zirkuskuppel

13 Mädchen trainieren am Mittwoch im Zirkuszelt unter Leitung von Anna Förster für die große Premiere.
13 Mädchen trainieren am Mittwoch im Zirkuszelt unter Leitung von Anna Förster für die große Premiere. FOTO: M. Helbig/mih1
Cottbus. Das Cottbuser Strombad wird in dieser Ferienwoche wieder zum Zirkusgelände. Bereits zum 13. Mal führen hier die Lebenshilfe und die Jugendhilfe Cottbus gemeinsam mit dem Weimarer Kinder- und Jugendzirkus "Tasifan" und dem Cottbuser Harlekids-Verein ein Projekt für zirkusbegeisterte Kinder durch. Michael Helbig / mih1

Mit dabei sind 115 Kinder- und Jugendliche, darunter 25 Mädchen und Jungen über das Bundesprogramm "Kultur (Zirkus) macht stark".

In diesem Jahr haben sie sich für ihr Programm, das seine Premiere am Samstag um 16 Uhr im Zirkuszelt im Strombad erleben wird, das Thema "Dschungel" ausgedacht - eine zweite Vorstellung gibt es am Sonntag um 15 Uhr. Während die 15 Jungen der Zirkuswerkstatt unter der Leitung von Eckart Vierkant, der den Kinder- und Jugendzirkus "Tasifan" vor 20 Jahren mitgegründet hatte, eifrig an den Kulissen und den Requisiten basteln sowie die Licht- und Tontechnik vorbereiten und sich verschiedene Spezialeffekte ausdenken, sind die einzelnen Workshop-Gruppen in verschiedenen Cottbuser Turnhallen dabei, ihre Beiträge für das große Programm zu erarbeiten. So darf das Publikum gespannt sein auf die Vorführungen in den Sparten Akrobatik, Balance/Kugel, Clownerie, Einradfahren, Diabolo, Jonglage und Trampolin.

Nicht zu vergessen die hohe Schule der Zirkuskunst - die Darbietungen am Trapez unter der Kuppel des Zirkuszeltes. Hier haben am Mittwoch 13 Mädchen im Alter von acht bis vierzehn Jahren unter der fachkundigen Anleitung von Anna Förster aus Berlin geübt. Sie ist seit 2006 bei der jährlichen zirkuspädagogischen Woche in Cottbus dabei. Sicher wird der Zuschauer am Samstag bei der Premiere der sieben- bis achtminütigen Show-Nummer nicht mehr merken, wie viel Mühe und harte Trainingsarbeit in der Vorbereitung gesteckt haben.

"In den ersten Tagen ist es ganz schön anstrengend, weil es viel Kraft kostet, am Trapez zu arbeiten. Und die Hände tun auch manchmal ganz schön weh", erzählt die zwölfjährige Flora in einer Trainingspause. Auf die Premiere am Samstag freut sich die elfjährige Mary: "Das wird bestimmt sehr schön, weil wir dem Publikum zeigen können, was wir in der einen Woche gelernt haben. Bestimmt werden wir alle ganz aufgeregt sein und Lampenfieber haben", ist sie sich mit ihren Zirkusfreundinnen einig. Auf das Schlussbild freut sich die achtjährige Malina ganz besonders. "Weil wir da alle zusammen am Trapez hängen werden", strahlt sie, bevor sie nach der Verschnaufpause gemeinsam mit den anderen Mädchen beim Training am Trapez wieder ihren Platz einnimmt.