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| 18:36 Uhr

HIV
Aids-Hilfe informiert bei Gala im Einkaufscenter

Storch Viktor sammelt Spenden für die Aids-Hilfe Lausitz.
Storch Viktor sammelt Spenden für die Aids-Hilfe Lausitz. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. 17 Menschen sind in Cottbus mit HI-Viren infiziert. Der Verein will auf die Krankheit Aids aufmerksam machen. Von Michael Helbig

Unter dem Motto „Wir für Dich, für´s Leben“ hatte die Aids-Hilfe Lausitz e.V. – den Verein gibt es bereits seit zehn Jahren –  am Samstag auf die Eventfläche im Cottbuser Blechen-Carré zur siebten Aids-Gala eingeladen und rückte junge und erfahrene Künstlerinnen und Künstler der Region ins Rampenlicht.

„Wir haben heute auf unserer Showbühne den roten Teppich ausgerollt, um mit unserer Gala auf das Tabu-Thema HIV und Aids aufmerksam zu machen und dort Licht zu geben, wo es im Alltag noch viel zu oft unbeleuchtet bleibt“, erklärten Miss Cherry Moonlight und Storch Viktor zur Eröffnung und warben damit bei den Besuchern für mehr Aufmerksamkeit und mehr Akzeptanz von HIV-positiven Menschen.  Auch Spenden wurden gesammelt, die der Unterstützung der Präventionsarbeit des Aids-Hilfe Lausitz dienen soll.

Mehr als 100  Mitwirkende boten sechs Stunden lang ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Mit dabei waren das Kinder- und Jugend-Ensemble „Pfiffikus“, junge Musikerinnen der Academy of Music, Tänzerinnen des Piccolo Theaters, die Sachsendorfer Harlekids, die Sängerin Vivien und der Pop-Chor des Max-Steenbeck-Gymnasiums sowie der Sänger Alexander Ziebart und die Gruppe „Erin Circle – Irish Dancing in Cottbus“.

Klar, dass Miss Cherry Moonlight in ihrer umwerfend charmanten Art zwischen den Auftritten der jungen Künstlerinnen und Künstler immer wieder für mehr Verständnis und Akzeptanz für die Aids-Problematik warb. So erklärte sie zum Beispiel den Unterschied zwischen einer HIV-Infizierung und einer Aids-Erkrankung. Klar könne man sich durch ungeschützten Sex mit dem HI-Virus (HIV) infizieren. Die Viren seien gewissermaßen die Polizei im eigenen Körper. Erst wenn diese „Polizei“ ihren Dienst einstelle, könne die chronische Krankheit Aids ausbrechen. Doch während noch vor zwanzig Jahren viele Menschen an dieser Krankheit gestorben seien, könne man heute ganz gut medikamentös die Krankheit in den Griff bekommen.

Damit man immer wieder über diese Problematik aufklären könne,  veranstalte die Aids Hilfe Lausitz nunmehr schon seit sieben Jahren die Aids-Gala und sammele Spenden für die Präventionsarbeit, aber auch für die Hilfe von Betroffenen. Derzeit gibt es in Cottbus 17 HIV-infizierte Menschen, davon acht Neuinfizierungen (Statistik für das Jahr 2016).

Zu den Besuchern, die die siebte Cottbuser Aids-Gala im Blechen-Carré mit ihren zahlreichen Informationen und Auftritten der jungen Künstlerinnen und Künstler verfolgten, gehörten auch Gudrun Henn und Christoph Füller aus Cottbus; „Wir sind hier durch Zufall vorbeigekommen. Das Thema hat uns angesprochen, und so sind wir hiergeblieben und haben auch etwas gespendet“, erzählten sie. „Schließlich ist es ja leider so, dass das Thema inzwischen etwas unter die Räder gekommen ist“, fügten sie nachdenklich hinzu.