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| 16:11 Uhr

Aus Haft entlassen
Afghane nach Attacken in Cottbus wieder auf freiem Fuß

Polizeiautos stehen vor dem Asylbewerberheim in der Hegelstraße. Seit Dienstag hat die Polizei ihre Präsenz in Cottbus noch einmal erhöht.
Polizeiautos stehen vor dem Asylbewerberheim in der Hegelstraße. Seit Dienstag hat die Polizei ihre Präsenz in Cottbus noch einmal erhöht. FOTO: dpa / Michael Helbig
Cottbus . Nach den heftigen Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingsgruppen in Cottbus ist ein vorläufig festgenommener Afghane wieder entlassen worden. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus am Freitag mit.

Der 27-Jährige bestreitet die Tatvorwürfe, die Tschetschenen gegen ihn erhoben hätten. Derzeit gebe es keinen dringenden Tatverdacht. Laut Staatsanwaltschaft beschuldigen sich die an den Angriffen mutmaßlich beteiligten Gruppen gegenseitig. Die Ermittlungen dazu liefen, um den genauen Tathergang herauszufinden.

Am Dienstag hatte es in Cottbus gleich mehrere blutige Angriffe unter Asylbewerbern - vor allem im Umfeld einer Flüchtlingsunterkunft - gegeben. Es gab mehrere Verletzte, darunter ein 28 Jahre alter Tschetschene mit einer Stichverletzung im Rippenbereich. Den Angriff mit einem Messer soll laut Beschuldigungen von Tschetschenen der 27-Jährige begangen haben, wie es von der Staatsanwaltschaft hieß.

Die Untersuchungen laufen zu mehreren Anzeigen. Im Zentrum stehen zwei männliche Asylbewerbergruppen aus Afghanistan und Tschetschenien. Es werde wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs ermittelt. Bei Landfriedensbruch handelt es sich um Angriffe, die aus Gruppen heraus passieren und die öffentliche Sicherheit gefährden.

Am Donnerstag hatte es ein Razzia in der Flüchtlingsunterkunft gegeben.

(dpa/bob)