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| 17:13 Uhr

Konflikt um Motiv auf Facebookseite
AfD-Fraktionschefin sieht sich verleumdet

 Gegen diese Montage richtet sich die Strafanzeige von Marianne Spring-Räumschüssel.
Gegen diese Montage richtet sich die Strafanzeige von Marianne Spring-Räumschüssel. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Cottbus. Montage mit Wahlkampf-Flyer: Marianne Spring-Räumschüssel erstattet Strafanzeige.

Die Cottbuser Fraktionschefin der AfD, Marianne Spring-Räumschüssel, erstattet eine Strafanzeige gegen den SPD-Stadtverordneten Andreas Rothe und die bündnisgrüne Landtagskandidatin Barbara Domke. Sie wirft ihnen vor, sie hätten einen Wahlkampfflyer ohne ihr Einverständnis veröffentlicht und verfälscht. Sie stelle die Anzeige „auch wegen Verleumdung und Beleidigung“. Darauf erwidert Andreas Rothe: AfD-Mitglieder widmeten sich der Verleumdung und Beleidigung, ohne dass es ihre Fraktionschefin störe. Barbara Domke bezeichnet die Vorwürfe von Marianne Spring-Räumschüssel als haltlos.

Mit ihrer Strafanzeige bezieht sich die AfD-Fraktionschefin auf die Facebookseite „Appell von Cottbus“, verantwortet von Barbara Domke und Andreas Rothe. Eine Fotomontage zeige ihren Flyer „mit einem Fotofilter in brauner Farbe bearbeitet“ samt der Überschrift „Gegen Braun hilft nur viel Bunt“.

Barbara Domke sagt: „Wir haben den Flyer nicht eingefärbt. Er lag in eben diesem Braun im Briefkasten.“ Die Montage sei wiederum „eine kreative Reaktion von Cottbuser Bürgern auf das Motiv“.

Andreas Rothe nennt als „echtes Beispiel für Verleumdung“ den AfD-Stadtverordneten Andy Schöngarth, der ihm auf Facebook wörtlich schrieb: „Sie sollten sich vielleicht ein mal ein Loch schaufeln, damit der ganze Müll den sie reden nicht zu Lasten der Steuerzahler fällt. Am besten Sie springen gleich noch mit rein in das Loch.“ Auf diese Aussage habe die AfD-Fraktionschefin nicht reagiert, sagt Andreas Rothe. „Ich frage mich deshalb, ob ihr freie Meinungsäußerung nur dann wichtig ist, wenn sie für sie selbst gilt.“