(wr) Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Carl-Thiem-Klinikums will gemeinsam mit dem Kinderhaus Pusteblume der Johanniter-Unfall-Hilfe in Cottbus die Kinderpalliativmedizin etablieren. Wie das brandenburgische Gesundheitsministerium mitteilt, beinhaltet der Plan den Aufbau einer spezialisierten ambulanten pädiatrischen Palliativversorgung. Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Die Linke) sagte am Sonnabend beim Pädiatertag in Cottbus: „Schwerstkranke Kinder brauchen besondere Pflege und Betreuung, um die verbleibende Lebenszeit würdevoll und weitgehend ohne Schmerzen in einer familiären Umgebung verbringen zu können.“ Es sei „eine gute Nachricht, dass dieses wichtige Angebot in Brandenburg ausgebaut wird“. Kinder, die palliativmedizinisch versorgt werden, leiden nach Angaben des Ministeriums in der Regel an lebensbedrohlichen Erkrankungen, bei denen ein vorzeitiger Tod sehr wahrscheinlich ist. Allerdings sei es mitunter auch möglich, dass sie bis ins Erwachsenenalter hinein überleben.