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| 17:24 Uhr

Familie
Ärger um kurze Betreuungszeiten für Kinder

Cottbus. Der Elternbeirat will im Konflikt vermitteln. Die Sozialdezernentin hat zu einem klärenden Gespräch eingeladen. Von Andrea Hilscher

Der Elternbeirat ist alarmiert: Mehrere Träger von Kindertagesstätten haben offenbar ihre Ankündigungen aus dem Frühjahr wahr gemacht und bieten ab August für Krippen- und Kindergartenkinder keine Neuverträge mit einer Betreuungszeit von mehr als acht Stunden an. Eltern, die vom Jugendamt nach einer Prüfung des Rechtsanspruchs eine Betreuungszeit bis zu zehn Stunden genehmigt bekommen, werden von den Trägern der Kindertagesstätten aufgefordert, bei der Stadt die zusätzlichen Kosten für die Betreuung zu beantragen.

„Wir verstehen, dass die Träger eine gute Betreuungsqualität unserer Kinder über die gesamte Öffnungszeit der Einrichtungen wünschen. Der jetzt angekündigte Schritt, der dazu führen soll, die Finanzierung der dritten Betreuungsstufe (acht bis zehn Stunden) wieder einzuführen und den realen Betreuungs­schlüssel zu verbessern, geht aber voll zu Lasten der Familien dieser Stadt“, so eine Sprecherin des Elternbeirates.

Für die kommende Woche hat die zuständige Sozialdezernentin Maren Dieckmann (parteilos) den Elternbeirat zu einem klärenden Gespräch gebeten. Betroffene Familien, die eine Betreuungszeit von zehn Stunden genehmigt bekommen haben und trotzdem keinen entsprechenden Betreuungsvertrag haben, können sich an den Elternbeirat wenden (Elternbeirat-Cottbus@web.de).