Sonntagnachmittag: Hilde Effenberger überwacht die richtige Backtemperatur und -zeit. "Der Ofen wird mit Reisig und Holz beheizt", sagt die Seniorin. Bereits am Sonnabend waren in dem im Jahr 2006 in Betrieb genommenen Ofen 14 Bleche mit goldgelben Plätzchen gebacken worden. "Viele Leute aus dem Dorf haben die ausgestochenen Teig-Teile gebracht. So können wir viele verschiedene leckere Gebäcksorten anbieten", erklärt Kerstin Latzke erfreut. Während in der Kirche das Adventskonzert beginnt, schiebt sie die Brote in den Ofen.

"Wir backen zweimal 30 Stück. Die Laibe sind vom Bäcker vorgefertigt worden. Sie müssen jetzt noch einmal für 15 Minuten in den Ofen", erklärt Reinhard Domke. Nach dem Adventssingen gebe es warme Schmalzstullen.

Das Konzert in der Kirche wird von Kathlower Bürgern und Forster Männergesangsverein 1832 gestaltet. Neuhausens Bürgermeister Dieter Perko nutzt die Gelegenheit, um sich bei Vertretern des Bergbauunternehmens Vattenfall für die Spende zur Restaurierung der Kirche zu bedanken. Das Gotteshaus war im Spätsommer diesen Jahres gemalert worden (die RUNDSCHAU berichtete). Perko überreicht ein Bild von der Kirche im neuen Glanz. "Ich habe dieses Foto gewählt, weil hier die Decke noch deutlich als sanierungsbedürftig zu erkennen ist", sagt er. "Es wäre schön, wenn wir auch hier Unterstützung bekämen", so das Gemeindeoberhaupt. 30 000 Euro seien in diesem Jahr in das Haus geflossen. Die Arbeiten sollen im Jahr 2009 fortgesetzt werden, so Perko.