| 17:45 Uhr

BTU-Studenten mit eigenen Ideen auf Bau-Natour 2.0 in Cottbus
Achtung, Trojaner im Anmarsch!

Cottbus. Ein Stegreif-Wettbewerb zum Thema Holz an der BTU begleitet die Wanderausstellung Bau-Natour 2.0. Von Beate Möschl

Diesmal dürfen Architekturstudenten der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg wie Kai aus der Kiste kommen. Sie sind eingeladen, im 1:1 Bau-Seminar eine Architekturinstallation mit Nutz- und Unterhaltungswert für den Cottbuser Campus zu entwerfen, zu planen und zu bauen. Das Motto lautet „Trojaner“, denn die Aufgabe ist es, nicht gleich auf den ersten Blick erkennen zu lassen, was der eigentliche Zweck des temporären Bauwerkes ist.

David Moritz, Dozent im Fachbereich Entwerfen, Baukonstruktion und energieeffizientes Bauen, spricht von einer Architekturinstallation, die nicht so groß sein soll wie ein Haus oder das sagenhafte Trojanische Pferd, aber genauso mobil wie jenes und den eigentlichen Zweck verhüllend. Der Ideenwettbewerb dazu läuft bereits. Er ist dem Eins-zu-Eins-Bauseminar des Sommersemesters vorgeschaltet.

Häufig sind damit Hausarbeiten verbunden. Dass diesmal eine kompakte, fahrbare Architekturinstallation entstehen soll, das haben sich David Moritz und Robert Maziul vom Fachgebiet Tragwerkslehre und Tragkonstruktion ausgedacht. Weil das im Jahr zuvor mit einer anders gelagerten, praktischen und interdisziplinär umgesetzten Idee so gut angekommen war, wie David Moritz sagt. Diesmal soll noch mehr Spaß dabei herauskommen. „Ziel ist, einen Nutzen zu schaffen für den Campus, für die Studierenden und Mitarbeiter der Institute und Fachbereiche insbesondere in den Sommermonaten“, sagt Moritz und fügt an: „Ob Solar-Kühlschrank, Café-Bar, Pool, Eisberg, Pizzaofen oder Projektion für die Fußball-Weltmeisterschaft, bis jetzt wissen wir noch nicht, was kommt.“ Bis Montagabend, 23 Uhr, können Ideen dazu eingereicht werden auf einem DIN A1-Plakat. Angesprochen sind Master- und Bachelor-Studenten ab dem 5. Semester der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung. „Wir rechnen mit 20-30 Entwürfen“, sagt David Moritz. Diese sollen im Zwischengang zwischen den Lehrgebäuden 2C und 2D ausgestellt und damit für die Bewertung durch alle Studierenden freigegeben werden.

Auf dem Cottbuser Altmarkt werden David Moritz und Robert Maziul zudem am kommenden Mittwoch um 17.30 Uhr im Rahmen der Wanderausstellung Bau-Natour 2.0. „Nachhaltig Bauen — Modern Wohnen“ einige ausgewählte Entwürfe vorstellen. Bis zum 22. April werden die Entwürfe im mobilen Showroom der Wanderausstellung auf dem Altmarkt zu sehen sein. Die Verbindung zur Bau-Natour liegt auf der Hand, wie Moritz erläutert: „Wir setzen in unserem 1:1 Bauseminar auf den Einsatz einfacher und einfach zu handhabender Baumaterialen, zum Beispiel Holz.“ Die besten Ideen und Entwürfe werden die Grundlage für die Bearbeitung im Seminar und die anschließende Realisierung des Trojaners. Die Bearbeitung erfolgt in Zusammenarbeit der Fachgebiete Baukonstruktion und Tragwerkslehre. Im Sommer soll die Eins zu Eins umgesetzte Architekturinstallation dann endlich real vorgefahren werden.

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