ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 20:12 Uhr

Dissen
Abtauchen ins Leben wendischer Vorfahren

Dissen. 13. Fest des slawischen Mittelalters erwartet an diesem Wochenende in Dissen wieder viele Neugierige. 13. Fest des slawischen Mittelalters am Wochenende in Dissen

Gleich hinter dem Heimatmuseum Dissen beginnt sie – die Zeitreise ins slawische Mittelalter: Familien in schlichten Leinen- und Wollkleidern, Krieger in voller Kampfrüstung, auch Edelleute in feinen Gewändern haben hier für ein Wochenende ihr Lager aufgeschlagen.

Am 26. und 27. Mai herrscht hier jeweils ab 11 Uhr geschäftiges Treiben. Die Besucher können beim 13. Fest des slawischen Mittelalters die wuchtigen Schläge des Steinmetzes verfolgen oder den flinken Bewegungen bei der Herstellung einer Glasperle. Das Färben von Stoffen wird ebenso demonstriert wie das Gießen von Bronzeschmuckstücken. Auch Textiltechniken wie Sprang oder die Nadelbindung werden vorgeführt.

Wie in Dissen üblich, dürfen die Besucher auch die Wiese betreten – solange es nicht die Walderdbeeren sind! Jegliche Fragen zum mittelalterlichen Leben dürfen den historisch Gekleideten gestellt werden. Selbst entdecken ist angesagt, mit den eigenen Sinnen eine längst vergessen geglaubte Welt begreifen, aber auch einfach nur zuhören. Wie bei den vorangegangenen Festen wird versucht, das Leben unserer wendischen Vorfahren zu erwecken. Dabei wird die ortsansässige „Stary lud“-Besatzung von zugereisten Gruppen und Einzeldarstellern aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus Polen, Tschechien, Russland, Weißrussland, den Niederlanden und Dänemark unterstützt. Sie alle beschäftigen sich historisch mit den slawischen Kulturgruppen, aber auch mit deren Anrainern wie Wikinger, Groß Mährer, Ottonen und Franken.

Im kleinen Götterhain hinter der Palisade können die jüngeren Gäste zu ausgewählter Stunde und unter Anleitung aus kleinen Holzstücken Taschengötter oder Holzpfeifen schnitzen. Es wird eine Entdeckungsralley für Kinder durch die Siedlung geben. Das Körnerquiz am Mühlstein ist wieder im Programm, und die Gäste werden eingeladen, Fladen zu backen. Rundherum ertönen mittelalterliche Klänge. Geschichtenerzähler geben in der Siedlung und im Museum Märchen, Sagen und Legenden aus alter Zeit zum Besten.

Die Veranstalter bitten die Besucher, keine eigenen Kostüme oder Trachtenrekonstruktionen zu tragen – es sei denn, dies ist im Vorfeld mit der Projektleitung abgesprochen.