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| 01:45 Uhr

Abschied von unnötiger Ampel in Drebkau

Drebkau. Nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße von Drebkau wurde Straßen innerhalb des Ortes von Landes- in Kreisstraße herabgestuft. Das führt auch zum Wegfall einer Ampelanlage. Von Nicole Nocon

Sie war ein ungeliebtes Erbstück, die Fußgängerampel an der Bushaltestelle bei Neu Kausche nahe Drebkau. Durch den Bau der Drebkauer Ortsumgehung wurde die Straße zwischen Drebkau und dem Kreisel abgestuft. Aus der ehemaligen Landesstraße wurde eine Kreisstraße. "Mit der Straße mussten wir auch die Ampelanlage übernehmen. Sie wäre die Einzige an einer Kreisstraße in Spree-Neiße gewesen", erklärt Frank Kuckert, der Leiter der Unteren Straßenbaubehörde des Landkreises. Willkommen war dem Kreis diese Zugabe nicht, denn der Unterhalt einer Ampelanlage kostet 2500 Euro im Jahr.

Geringe Verkehrsdichte

Doch einfach rückbauen durfte der Landkreis die Fußgängerampel bei Neu Kausche auch nicht. Die zuständige Verkehrsbehörde ordnete zunächst eine Verkehrszählung an. Doch auch, als diese bestätigte, dass die Verkehrsdichte auf der abgestuften Straße durch die Ortsumfahrung tatsächlich stark zurückgegangen war, hatte das letzte Stündlein der Ampel noch nicht geschlagen.

Neue Auflagen

Es gab neue Auflagen. "Eine Woche lang mussten wir von Hand zählen, wie viele Fußgänger mithilfe der Ampel von Neu Kausche zur Bushaltestelle und zurück gelangen", erinnert sich Frank Kuckert. Diese Zählung habe interessante Ergebnisse zutage gebracht: "In dieser Woche haben 127 Personen die Straße an der Ampel überquert. 119 von ihnen taten dies, als die Ampel rot zeigte", sagt Kuckert.

Nun gab es grünes Licht für den Rückbau der Anlage. Und auch die Stadt Drebkau, die die Fußgängerampel zunächst behalten wollte, willigte schließlich in den Abbau ein. Inzwischen ersetzen neue "Fußgängerüberweg"-Schilder die Ampel.