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| 01:07 Uhr

Abrisskandidat als künftiges Museumsstück

Burg.. 10 000 Euro braucht es, um ein historisches Wohnstallhaus in Burg Kauper zu retten. Die Eigentümer des Gebäudes wollen es abreißen und an der Stelle ein neues Haus bauen. Elke Möbus

Sieben Enthusiasten von der Außenstelle Spreewald der Interessengemeinschaft Bauernhaus finden hingegen, dass es schade um das Haus ist. Sie haben die Gemeinde Burg um Untersützung gebeten. Das Haus soll abgetragen und eingelagert werden, um später auf dem Schlossberghof aufgebaut und als Museumsstück zur Verfügung zu stehen. 2500 Euro würde die Interessengemeinschaft aufbringen, für den Rest müsste die Gemeinde einen Förderantrag beim Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung stellen.
Wie Roland Dabow von der Interessengemeinschaft sagt, dränge mittlerweile die Zeit. Die Abrissgenehmigung für das Haus sei erteilt. Eigentlich sei die gesamte Hofstelle, eine der ältesten in Burg, historisch wertvoll. Aus Sicht der Mitglieder der Interessengemeinschaft passe der geplante Neubau nicht in das Ensemble. „Aber wir mussten auch die Gründe der Eigentümer für den Abriss akzeptieren“ , sagt Dabow. Eigentlich sehe es die Interessengemeinschaft als ihre Aufgabe an, Eigentümer von historischen Gebäuden dabei zu unterstützen, diese zu unterhalten. Im Falle des Gebäudes in Burg Kauper sei der fachgerechte Abbau und die Einlagerung des Hauses nun die letzte Lösung, ein wertvolles Stück Geschichte zu erhalten.
Die Interessengemeinschaft hofft auf ein postives Echo in der Gemeindevertretretung. Das Biosphärenreservat Spreewald hat schon Unterstützung zugesagt. Auf deren Gelände am Schlossberg in Burg kann das Haus erst einmal eingelagert werden.
Gemeindevertretersitzung Burg am Mittwoch, 13. April, 19 Uhr, im Hotel Bleske.