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Abrissbagger beseitigt ein weiteres Stück von Sachsendorf

Der Abrissbagger hat mit dem Plattenbau leichtes Spiel.
Der Abrissbagger hat mit dem Plattenbau leichtes Spiel. FOTO: Hering
Cottbus. Ein weiteres Stück Cottbus verschwindet. In der Sachsendorfer Schopenhauerstraße werden derzeit drei Blöcke mit rund 150 Wohnungen der eG Wohnen abgerissen. Sven Hering

5500 Wohnungen hat die Genossenschaft seit der Wende in der Stadt rückgebaut. Arved Hartlich, Chef des Großvermieters, spricht von einem "Riesenpaket". Ein Ende sei aber noch nicht in Sicht. So müsse weiterhin auf die demografische Entwicklung reagiert werden. Von etwa 100 Wohnungen pro Jahr will sich der Großvermieter künftig trennen - in den Randlagen. Das sei im Stadtumbaukonzept so vorgesehen, so Hartlich.

Ungeachtet dessen hatten einige der verbliebenen Mieter in der Schopenhauerstraße in den vergangenen Monaten erklärt, gern in ihren Wohnblöcken bleiben zu wollen. Doch auch die Tage dieser Häuser sind laut eG Wohnen gezählt. "Irgendwann wird es unwirtschaftlich", so Hartlich. So hat die Genossenschaft inzwischen weitere Kündigungen verschickt.

In der nächsten Phase des Stadtumbaus werden in Cottbus insgesamt noch rund 4000 Wohnungen abgerissen. Das erklärte Baudezernentin Marietta Tzschoppe (SPD) unlängst in einer Versammlung in Sachsendorf. 40 000 Menschen lebten im Jahr 1990 in dem Stadtteil. Heute sind es noch knapp 12 000.