Ein Schandfleck verschwindet: Seit Tagen fressen sich die Abrissbagger durch den Bau des früheren Kleinen Spreewehrs am Lindenplatz. Dort, wo jahrelang die Ruine des früheren Tanzlokals stand, sollen bis zum Jahreswechsel 43 Wohnungen entstehen. "Es ist aktuell das größte Wohnungsbauprojekt in der Stadt", sagt Gerd Mielke, Geschäftsführer des Bauträgers Quattrohaus. Schon jetzt seien 40 Prozent der geplanten Wohnungen verkauft, weitere 30 Prozent fest reserviert.

Besonders begehrt: eine 200 Quadratmeter große Wohnung direkt an der Spree. Sie wird in einen Teil der historischen Spreewehrfassade integriert, die aus Denkmalschutzgründen erhalten werden muss. Wir hätten auch gern ein Café oder einen kleinen Backshop auf dem Gelände geplant, doch leider haben bisher alle großen Bäckereien abgelehnt", erzählt Gerd Mielke. Nicht etwa, weil das Geschäft an der Spree nicht lukrativ wäre - den Unternehmern fehlt es an fachkundigem Personal, dass selbstständig ein Café betreiben könnte. Die künftigen Mieter der Zwei-, Drei- und Vierraumwohnungen können sich trotzdem auf einige Annehmlichkeiten freuen: Der Bauherr plant neben individuellen Kellerräumen auch Abstellräume für Fahrräder sowie separate Trockenräume.

Anwohner der umliegenden Hochhäuser und Spaziergänger am Spreeufer müssen nicht befürchten, dass das Projekt das Erscheinungsbild der Grünflächen am Wasser verändert. "Wir bauen auf insgesamt sieben Etagen, halten uns in den Dimensionen aber an das, was vom alten Baukörper vorgegeben ist," verspricht der Bauherr. Im Januar 2014 sollen alle Arbeiten auf dem Gelände beendet sein, dann können die ersten Bewohner einziehen.