Die erste Tranche für die Tagebau-Vorsorge in der Lausitz soll vorfristig fließen, heißt es in einer Mitteilung der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) in Cottbus. Termin ist danach der 31. Dezember 2019. Das ist eineinhalb Jahre vor dem Land Brandenburg vereinbarten Zeitpunkt für die Einrichtung einer „Zweckgesellschaft zur Sicherung der Wiedernutzbarmachung der Bergbaufolgelandschaften und etwaiger Nachsorgeverpflichtungen in Bezug auf die Tagebaue Jänschwalde und Welzow-Süd“, wie es in dem Vertrag heißt.

Das Bergbauunternehmen will die erste Tranche in Höhe von zehn Millionen Euro vom vereinbarten Sockelbetrag – das sind insgesamt 102,9 Millionen Euro – bis zum Ende dieses Jahres einbringen und die Einlage in den kommenden Jahren schrittweise weiter aufbauen. Darüber informierte der Leag-Vorstandsvorsitzende Helmar Rendez. „Wir haben uns zu diesem Schritt in Anerkennung eines gestiegenen Sicherungsbedürfnisses des Landes entschieden, das in den gemeinsamen Gesprächen zur Vorsorgevereinbarung deutlich geworden ist“, erklärte Rendez laut Mitteilung. Gleichzeitig wolle der Energieversorger deutlich machen, dass er von der Tragfähigkeit des Vorsorgekonzeptes überzeugt sei, hieß es weiter.

Die Brandenburger Zweckgesellschaft soll bis zur Einstellung der Kohlegewinnung im Lausitzer Revier ein Sondervermögen von insgesamt 770 Millionen Euro zur Wiedernutzbarmachung und zur etwaigen Nachsorge der Tagebaue in Brandenburg bilden.

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