Laut Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin steht eine 24-jährige Frau unter dem Verdacht, illegal mit kranken Hundewelpen gehandelt zu haben. In diesem Zusammenhang haben Polizisten am Donnerstag, 25. Juni, auch eine Wohnung in Jänschwalde-Ost (Landkreis Spree-Neiße) durchsucht.
Dort lebt nach Angaben der Ermittler die Mutter der Tatverdächtigen. Die 49-Jährige sei nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen am Ort entlassen worden – ist also auf freiem Fuß.
Ihr Konto allerdings sei gepfändet, teilt die Berliner Staatsanwaltschaft am Freitag auf Anfrage mit. Die Durchsuchung der müttlerlichen Wohnung im Spree-Neiße-Kreis habe „der Sicherung von Beweisen für den Verbleib des mutmaßlichen, durch den Handel erzielten Gewinn(s)“, gedient, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.
Gegen ihre Tochter ist dagegen Haftbefehl erlassen worden. Ihr wird vorgeworfen, in rund 30 Fällen Hundewelpen über ein Online-Verkaufsportal verkauft zu haben. Die Tiere kosteten demnach jeweils zwischen 300 und 500 Euro.
Die Frau soll laut Polizei und Staatsanwaltschaft für die Hundewelpen gefälschte Impfpapiere vorgelegt haben. „Überwiegend verstarben die Welpen dann nach kurzer Zeit oder konnten nur unter einem erheblichen Kostenaufwand für die geschädigten Käuferinnen und Käufer am Leben erhalten werden“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Ermittlungsbehörden.

Handel mit kranken Hundewelpen: Polizei stellt Bargeld sicher

Wegen des dringenden Tatverdachts hatten Beamte auch die Wohnung der 24-Jährigen im Berliner Stadtteil Neu-Hohenschönhausen durchsucht. Bei den Durchsuchungen in Berlin und in Jänschwalde-Ost hätten die Ermittlerinnen und Ermittler umfangreiche Beweismittel sowie Bargeld beschlagnahmt.
Laut Polizei und Staatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Geldwäsche an.
Die mutmaßliche Hundewelpen-Händlerin sei einem Richter vorgeführt worden. Dieser habe die Verhaftete unter strengen Auflagen vom Vollzug der Untersuchungshaft verschont – die 24-Jährige bleibt demnach zunächst frei.
Den Zugriffen in Berlin und Brandenburg waren nach Angaben der Behörden umfangreiche Ermittlungen des Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft Berlin vorausgegangen. Beteiligt waren am Einsatz demnach auch Ermittler für Betrugsdelikte, außerdem zwei Finanzermittler und auch Mitarbeiter des Veterinäramts Berlin-Lichtenberg.
Hohe Dunkelziffer im Spree-Neiße-Kreis Illegaler Tierhandel blüht

Spremberg