In einer gemeinsamen Aktion des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und des Cottbuser Aufbruchs haben am Freitagnachmittag, 8. Mai, Cottbuser einige der Stolpersteine, die in den vergangen Jahren zur Erinnerung jüdischer Einwohner in der Innenstadt verlegt worden sind, blitzblank geputzt.

Sie trafen sich auf dem Schloßkirchplatz neben der Synagoge und schwärmten von dort in Richtung Altmarkt, zum Berliner Platz und auch in die Spremberger Straße aus. Dort erinnern Stolpersteine unter anderem an Mitglieder der jüdischen Familie Konschewski, die in Haft in Sachsenhausen gestorben sind oder ins Warschauer Ghetto deportiert wurden. Oder an die Familie Teichler, die im Oktober 1938 ausgewiesen wurde.

Der 8. Mai 1945 war das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die Befreiung Deutschlands vom Schreckensregime der Nationalsozialisten – und ein Sieg der Demokratie und Menschenrechte in Europa.  Der DGB setzt sich deshalb dafür ein, an diesem Tag den Opfern der Nationalsozialisten zu gedenken. „Der 8. Mai soll ein Tag der aktiven Erinnerung und gegen menschenfeindliche Diskriminierung jeglicher Form sein“, sagt DGB- Regionsgeschäftsführer Marco Bedrich.

Der Tag der Befreiung sei ein historisches Symbol für Deutschland und Europa und ein Zeichen für Frieden, Menschlichkeit und wehrhafte Demokratie. „Gerade in der aktuellen Zeit ist es wichtig sich zu überlegen, in welcher Welt wir in Zukunft leben möchten“, so Bedrich.