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| 17:40 Uhr

Klein Gaglow
Staffelstab geht an neuen Ortsvorsteher

 Am Rand des Festes zum 630-Jährigen  von Klein Gaglow fachsimpelten der Kolkwitzer Bürgermeister Karsten Schreiber, die frühere Ortsvorsteherin Ursula Kühn, Ortsbeiratsmitglied Birgit Rademacher und der neue Ortsvorsteher Torsten Noack( v.l.).
Am Rand des Festes zum 630-Jährigen  von Klein Gaglow fachsimpelten der Kolkwitzer Bürgermeister Karsten Schreiber, die frühere Ortsvorsteherin Ursula Kühn, Ortsbeiratsmitglied Birgit Rademacher und der neue Ortsvorsteher Torsten Noack( v.l.). FOTO: Marion Hirche
Klein Gaglow. Kolkwitzer Ortsteil Klein Gaglow feiert seine Ersterwähnung vor 630 Jahren mit einem bunten Fest. Von Marion Hirche

Der Kolkwitzer Ortsteil Klein Gaglow hat am Wochenende sein 630-jähriges Bestehen gefeiert. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1389, damals als Gogolow. In dem Ortsnamen soll den Klein Gaglower Aufzeichnungen zufolge das altsorbische Wort für eine Entenart stecken.

Und es gab noch einen weiteren Anlass zum Feiern: Am Samstagvormittag reckte der neue Ortsvorsteher Torsten Noack den Staffelstab gen Himmel: „Jetzt habe ich es in der Hand“. Mit Enthusiasmus geht der Politikneuling seine Aufgabe als Ortschef an.

Spannende Zeiten kommen auf ihn zu, denn auf dem Territorium der Gemeinde wird in den nächsten zwei Jahren eine neue weiterführende Schule für den Spree-Neiße-Kreis gebaut. „Da werden sicher auch neue Ansiedlungen von Menschen kommen“, hofft Noack. Er will die Dorfgemeinschaft weiter stärken und alle Menschen mitnehmen. „Wenn Sie Sorgen oder Vorschläge haben, kommen sie zu mir“, rief der neue Ortsvorsteher die Klein Gaglower auf. Unterstützung kann er auf alle Fälle von Birgit Rademacher erwarten, die im Ortsbeirat weiter mitarbeitet. „Ich bin Mädchen für alles“, sagte sie lachend.

Den Staffelstab bekam der 52-jährige Betontechnologe aus den Händen von Ursula Kühn übergeben. Sie hatte der Gemeinde über ein Jahrzehnt vorgestanden. Kühn nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Mitstreitern zu bedanken. Ihren Wunsch für die Zukunft überbrachte sie mit einem Ben-Zucker-Lied: „Ich hab’ einen Traum und halt daran fest: Du für mich und ich für Dich!“

Den Wunsch nach noch mehr Gemeinsamkeit im Dorf unterstützen auch Brigitte Schmidt und Christina Buttermilch. „Wir sind ein territorial zerrissenes Dorf, deshalb ist es nicht so einfach, alle zusammenzuführen. Aber das heutige Fest ist ein guter Start“, waren sie sich einig.

Viele zeichneten für das Gelingen verantwortlich: Die Mitarbeiterinnen des Klein Gaglower Kindergartens „Benjamin Blümchen“ bemalten mit den Kindern Gipsfiguren und sorgten beim Schminken für bunte Kindergesichter. Die Feuerwehrkameraden hatten ihre Bierrutsche aufgebaut. Hier ermittelten Roland Mücksch und Co. die Besten. Die Festbesucher  staunten über das moderne Feuerwehrfahrzeug, und die Kinder tobten auf der Feuerwehrhüpfburg.

Die Powerfrauen des Sportvereins und die Jugendfeuerwehr bereicherten das Programm. Die Ströbitzer Musikanten und das Orchester Lausitzer Braunkohle sorgten für Liveklänge, Clown Uli begeisterte mit seinem „Zirkus kunterbunt“.

„Ich bin so dankbar, dass ich dieses schöne Fest noch miterleben kann. Ich hoffe, unser neuer Ortsvorsteher hat viel Kraft, um alle Vorhaben umsetzen zu können“, sagte der 88-jährige Heinz Schimke.